Alles über die Regionalliga

  • RB Leipzig


    RB Leipzig Fans stark zerstritten


    Die Fans des Regionalligisten RB Leipzig, der aktuell wohl keine Lizenz für die 3. Liga bekommen würde, sind untereinander stark zerstritten, wie nun ein Artikel auf rb-fans.de verdeutlicht. Dabei geht es um einen Konflikt zwischen offiziellen und inoffiziellen Fanclubs. Im gleichen Artikel wird die eigene Heimstimmung stark kritisiert.


    Stadionwelt dokumentiert den Artikel von http://www.rb-fans.de:


    Fanblock-adé


    Sportlich läuft es ja ganz gut bei unseren Jungs auf dem Rasen. Nach sechs Spieltagen steht die Pacult-Elf auf Platz vier der Regionalliga-Tabelle – vier Siege, ein Remis und eine Niederlage. Das ist allemal ein besserer Saisonstart als im vergangenen Jahr, auch wenn Trainerstab und Mannschaft noch viel Luft nach oben haben. Umso verrückter ist es, dass nun ausgerechnet außerhalb des Platzes Unruhe herrscht. Letzte Woche meldete LVZ-Redakteur Guido Schäfer aufgeregt, dass sich RB Leipzig den Statuten des DFB zu beugen hätte (ja, welcher Verein muss das nicht?) und nach aktuellem Stand die Lizenz für die 3. Liga nicht bekommen würde. Da wir zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal die Tabellenführung der Regionalliga Nord feiern durften und Lübeck nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen haben, war diese Meldung natürlich der reinste Stimmungskiller in der Fanszene und auch bei den Verantwortlichen unseres Vereins dürfte beim Lesen des Artikels die Kinnlade runter- und die Galle hochgekommen sein.
    Ein weiterer (Un-)Ruheherd war am Sonntag beim Spiel gegen den 1. FC Magdeburg zu bemerken. Während die Gäste-Fans fast 90 Minuten durchweg ihren Verein unterstützten, blieb es in unserem Block vergleichsweise still. Gut, in Anbetracht der stimmgewaltigen Übermacht auf der Gegenseite kann es einem schon mal die Sprache verschlagen. Hinzu kommt, dass das Spiel unserer Mannschaft am Sonntag nicht unbedingt Begeisterungsstürme entfachte. Trotzdem war es ungewöhnlich, dass, selbst als die Magdeburger mal tief Luft holten, unsere Fans lediglich mit ihren Fahnen wirbelten und rhythmisch trommelten, aber nur selten lautstark zu vernehmen waren. Was war also los, in unserem Fanblock?


    Wenn man über Fans schreibt, ist das immer ein ziemlich schwieriges und gewagtes Thema. Entweder hat der Artikel im Nachhinein zur Folge, dass die Fanszene den Autor in Zukunft kategorisch meidet, weil er Internas ausgeplaudert oder Dinge falsch dargestellt hat oder er bekommt Ärger mit dem Verein, der solch eine Berichterstattung nicht lesen will – Guido Schäfer kennt dies sicherlich aus Erfahrung.
    Die Anzahl der Fangruppierungen ist aufgrund des jungen Alters des Vereins noch recht übersichtlich. Wir haben auf der einen Seite die offiziellen Fanclubs (OFC) „Bulls Club“ (BC; inkl. „Red Pirates“, die Supportervereinigung des BC), „L.E. Bulls“ (LEB) und „RBL Fans Delitzsch“ und auf der anderen Seite Fangruppierungen wie die „Contrada il Toro Rosso“, „Red Aces“ (RA), „Fraktion Red Pride“ (FraRePri) und die „Rasenballisten“, wobei letztere eher eine Interessengemeinschaft darstellt. Für den Großteil der Stimmung im Fanblock sind die L.E. Bulls, Red Pirates, Red Aces und die Fraktion Red Pride verantwortlich.


    Das Problem besteht nun darin, dass sich zwischen OFCs und den vereinsunabhängigen Fangruppierungen tiefe Gräben entwickelt haben. Diese Dissonanzen kommen nicht von ungefähr, sondern entwickelten sich in einem langwierigen Prozess. Die Red Aces und die FraRePri, deren Mitglieder zuvor größtenteils bei den L.E. Bulls verankert waren, traten aus dem OFC-Fanclub aus, weil sie z.B. keine Vorteile im OFC-Status sahen und sich vom Verein zu stark eingeengt bzw. kontrolliert fühlten. Ein weiterer, nicht unerheblicher Grund für die Spaltung dürften unterschiedliche Ansichten im Supporter-Wesen sein. Während sich die vereinsunabhängigen Fangruppierungen dem „Rasenballismus“ (u.a. gegen die „totale Verbullung“ im Verein) verschrieben haben, nehmen die OFCs von solchen Ansichten größtenteils Abstand. Von Seiten der L.E. Bulls hört man vereinzelt, dass sie sich von den ehemaligen Mitgliedern hintergangen fühlen und von den Red Aces und deren Handeln (Gesänge, Pöbeleien, Plakate) distanzieren. Die Gegenseite hält das für übertrieben und fühlt sich seinerseits nicht wirklich anerkannt und zudem vom Verein ungerecht behandelt (intensivere Kontrollen am Einlass; falsche Verdächtigung nach einem Überfall im Anschluss an ein Testspiel). Mehrere Schlichtungsversuche, um beide Parteien zueinander zu führen, verliefen in der Vergangenheit ergebnislos - Tenor: „Sinnlos, hier sind Hopfen und Malz verloren“. Und so schaukelt sich die Antipathie beider Seiten immer weiter nach oben, so dass beim Spiel gegen Magdeburg die eine Seite nicht mehr mitsingen wollte, was die andere gerade anstimmte.


    Diese Darstellung der Verhältnisse erhebt selbstverständlich kein Anspruch auf Vollständigkeit, dafür sind wir zu wenig in/über den Alltag der Fanclubs/Fangruppierungen integriert bzw. informiert. Dennoch zeichnet sich ein trauriges Bild ab – ein Bild von einem zerstrittenen, stimmungsarmen und aufgrund der Dissonanz frustrierten Fanblock, der die Mannschaft nicht mehr mit voller Kraft unterstützen kann. Dabei haben es die Magdeburger Fans und viele andere vorgemacht, wie man persönliche Differenzen für 90 Minuten zurückstellt und seine Mannschaft bedingungslos unterstützt.
    Es ist natürlich leicht, in unserer Situation den Moralapostel zu mimen und beide Parteien aufzufordern, die Streitigkeiten zugunsten der Mannschaft einzustellen. Dennoch kann es nicht sein, dass man - auch vielleicht aufgrund von verletztem Stolz - aktuell nicht mehr miteinander redet und den gemeinsamen Support für unsere Jungs einstellt. Jedem einzelnen müsste noch die grandiose Stimmung im Pokalspiel gegen Wolfsburg Gänsehaut verleihen, wenn er daran denkt, wie alle GEMEINSAM für unseren Verein aufstanden, mitklatschten und mitbrüllten. Wir appellieren an die Fangemeinschaft, sich wieder auf die Grundtugenden des Supports zu erinnern und unserer Mannschaft bei Heimspielen die nötige Unterstützung zu geben. Sollte es keine Veränderung geben, wird die gegen Magdeburg beginnende Tristesse im Fanblock von Spiel zu Spiel größer werden. Vielleicht ist es auch an der Zeit, dass der Verein dazu Stellung bezieht und beide Seiten wieder zur Raison bringt.


    Quelle: http://www.stadionwelt.de

  • RB Leipzig Spiel wird erneut boykottiert


    Die Gruppe SubkULTuRA vom VFC Plauen ruft zum Boykott des Spiels bei RB Leipzig auf. Beim letzten Plauener Gastspiel im Zentralstadion kam es zu Problemen mit dem Ordnungsdienst und der Polizei. Außerdem wollen die VFC Fans RB Leipzig finanziell durch ihren Eintrittspreis nicht unterstützen.


    Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme der SubkULTuRA:


    Boykott gegen RB!!!


    In der kommenden Woche gastiert unser geliebter VFC beim Produkt RB Leipzig.
    Es ist dieses Etwas, welches allen ehrlich arbeitenden Vereinen vor den Kopf stößt und mit seinen Machenschaften die Seele unseres Sports verkauft. Dieses Produkt sollen wir noch mit unseren Eintrittsgeldern finanziell unterstützen? Wir sagen ganz klar: NEIN!!!


    Auch wenn unsere Mannschaft aus den letzten zwei Spielen sechs Punkte einfahren konnte, müssen wir trotzdem diesen Weg gehen. Leider ist immer noch vieles ungeklärt, was unseren letzten Auftritt im ehemaligen Zentralstadion betrifft. Wer in der letzten Saison in Leipzig dabei war weiß, wie man dort als Gast behandelt wird. Selbst unser Präsident hat die „Gastfreundlichkeit“ zu spüren bekommen und konnte sich nur mit der Aussage retten, dass er der Präsident des VFC Plauen sei.
    Wir alle waren von der Brutalität der Ordnungskräfte und dem Verhalten der Polizei geschockt. Bisher gab es kein offenes, klärendes Gespräch zu diesen Vorfällen von Seiten des Produktes RB Leipzig. Einzig unser Präsident und unser Geschäftsführer versuchten mit den Fans und Anhängern des VFC Plauen e.V. diese schockierenden Vorkommnisse aufzuarbeiten. Anzeigen, welche erstattet worden sind, verliefen im Sand und wurden nicht weiter verfolgt. Videoaufnahmen, welche die Szenen und Übergriffe dokumentierten, sind nicht mehr vorhanden. Hier fragen wir uns, warum und was haben die Polizei, die Security und das Produkt RB Leipzig zu vertuschen?


    Deshalb werden wir dieses Spiel boykottieren und dem vorprogrammierten Stress aus dem Weg gehen. Wir hoffen auf das Verständnis der Mannschaft, dass sie bei diesem einen Spiel nicht die gewohnte Unterstützung vom Block F/ von der Badkurve erhält. Stattdessen werden wir am Sonntag um 15:00 Uhr das Spiel unserer zweiten Mannschaft zu Hause gegen Bischofswerda besuchen und diese bei ihrem Saisonziel Klassenerhalt unterstützen.


    Mit sportlichen Grüßen
    SubkULTuRA 1903


    Quelle: http://www.stadionwelt.de

  • Essener Stadion verteuert sich


    Der Bau des neuen Fußballstadions in Essen wird Medienberichten zufolge 1,2 Millionen Euro teurer als die bisher veranschlagten 31,3 Millionen Euro. Dies wurde am Freitag bei der Aufsichtsratssitzung der Bauherrin, der Grundstücksverwaltung Essen GmbH (GVE), bekannt.


    An und für sich ist diese Kostensteigerung von gut 3,9 Prozent für ein Stadionprojekt dieser Größenordnung noch als verschmerzbar zu betrachten, allerdings ist die Stadt Essen hoch verschuldet und muss quasi auf jeden Euro achten. Zudem ist der noch anstehende Abriss des Georg-Melches-Stadions noch gar nicht als Kostenfaktor aufgeführt – hierfür sind also ebenfalls Mehrkosten zu erwarten. Dies berichtet das Portal derwesten.de.


    Fest steht, dass bei einem Verbleib von Rot-Weiss Essen in der viertklassigen Regionalliga die Betriebskosten nicht gedeckt werden können. Zwar ist der Verein nach dem Zwangsabstieg vor zwei Jahren direkt wieder aufgestiegen, dennoch wird das geplante E-Ticketing dem aktuellen Stand nach noch nicht zur Eröffnung im Sommer 2012 eingeführt. Weitere Mehrkosten beim Bau des Stadions könnten sich zudem auf die Gestaltung der VIP-Logen auswirken, eine bislang vorgesehene Fertigstellung als ein „veredelter Rohbau“ ist kein Muss mehr. Auch der sportliche Erfolg von Rot-Weiss Essen ist hierfür ein entscheidender Faktor – je besser der Traditionsverein positioniert ist, umso mehr lohnen sich Investitionen in den Hospitaliy-Bereich. (Stadionwelt, 25.10.2011)

  • VfB Lübeck verkauft Namensrechte am Stadion


    Das Stadion an der Lohmühle, Heimspielstätte des Fußball-Regionalligisten VfB Lübeck, erhält ab sofort einen neuen Namen. Wie der Verein gestern auf seiner Homepage bekanntgab, hat das Online-Portal „Pokerstars.de“ die Namensrechte an dem Stadion erworben.


    Zunächst bis zum Sommer 2013 werden die Norddeutschen ihre Heimspiele im „PokerStars.de-Stadion an der Lohmühle“ austragen. Darüber hinaus besitzt der Sponsor die Option, den Vertrag für weitere drei Saisons bis 2016 zu verlängern.


    Bereits einen Tag zuvor hatten die Vereinsmitglieder auf einer Versammlung mit klarer Mehrheit für den Verkauf der Namensrechte gestimmt und damit den Weg für die erste Umbenennung des Stadions an der Lohmühle in der Vereins- und Stadiongeschichte freigemacht. Nach Medieninformationen erhält der Club dafür jährlich zwischen 100.000 und 150.000 Euro. (Stadionwelt, 24.11.2011)

  • Weihnachtsmann brachte 60 Stadionverbote


    Am 24.12.2011 erhielten ca. 60 Fans von Waldhof Mannheim bundesweites Stadionverbot. Die Ultras Mannheim kritisieren die Vergabe nach dem Gießkannenprinzip. Da die Stadionverbote bereits gültig sind werden die Ultras Mannheim auch nicht zum Harder Cup reisen.


    Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme der Ultras Mannheim:


    Hallo Waldhof-Fans,


    am 24.12.2011 erhielten Mitglieder unserer Gruppe bundesweit gültige Stadionverbote. Auch Einzelpersonen und weitere Fanclubs wurden mit dieser Strafe belegt. Insgesamt beläuft sich die Anzahl der mit dieser Sanktion belegten Personen auf knapp 60 Fans. Die verhängten Stadionverbote haben sofortige Wirkung und gelten ebenfalls für den diesjährigen Harder-Cup. Aus diesem Grund ist uns ein Besuch der genannten Veranstaltung nicht möglich.


    Selbstverständlich nehmen wir diese undifferenzierte Bestrafung, welche nach dem sogenannten „Gießkannenprinzip“ vergeben wurde nicht stillschweigend hin. Weitere Details und Informationen werden wir zeitnahe Bekannt geben.


    Für die Unterstützung und den großen Zuspruch der Waldhof-Gemeinde und unserer Freunde möchten wir uns hiermit herzlichst bedanken.


    Allen Waldhof-Fans und unseren Freunden wünschen wir auf diesem Wege Kraft, Durchhaltevermögen und alles erdenklich Gute.


    Blau-Schwarze Grüße


    Ultras Mannheim 1999


    Dem Waldhof treu ergeben.


    Quelle: http://www.stadionwelt.de

  • Waldhof fordert Aufhebung der Stadionverbote


    Der SV Waldhof Mannheim kritisiert den DFB für das Aussprechen von 40 Stadionverboten gegen Mannheimer Fans und sieht darin eine Vorverurteilung der eigenen Fans. Die Mannheimer Fans erhielten die Stadionverbote kurz vor Weihnachten.


    Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme von Waldhof Mannheim:


    Stellungnahme – Stadionverbote


    Verein und Präsidium nehmen mit großem Erstaunen entgegen, dass gegen 57 Fans des SV Waldhof Mannheim 07 von Seiten des DFB vorläufige Stadion-verbote ausgesprochen wurden.


    Grund ist ein laufendes Ermittlungsverfahrens. Bisher ging jedoch – nach Kenntnis des Vereins – keinem der hier Betroffenen seitens der Polizei irgendein Hinweis zu, was konkret zur Last gelegt wird. In den vom DFB angeführten Vorfall waren rund 20 Anhänger des SVW verwickelt. Der Vorfall liegt Monate zurück.


    Nach Auffassung des Waldhof-Präsidiums findet hier eine pauschale, jeglichen polizeilichen Ermittlungen vorgreifende Verurteilung unserer Fans statt. Der Verein und das Präsidium des SV Waldhof Mannheim 07 sind der Meinung, dass Verursacher von Störungen zur Verantwortung gezogen werden müssen, stellt aber die hier praktizierte Vorgehensweise des DFB und der Polizei in Frage.


    Im Sinne lebendiger Fankultur können wir nicht hinnehmen, dass 40 Personen vollkommen zu Unrecht sanktioniert wurden. Daher bittet das Präsidium alle am Verfahren Beteiligten im Sinne des Sports und der viel zitierten Fankultur hier Maß zu halten und die Stadionverbote gegen 40 Unbeteiligte wieder aufzuheben


    Quelle: http://www.stadionwelt.de

  • Stadionverbot für Sitzen im Bus


    Nach einem Vorfall auf einem Rastplatz erhielten ca. 50 Mannheimer Stadionverbot. Darunter auch zwei Mitglieder des Doppelpass Vereins, die den Bus nicht verlassen haben. Der Verein arbeitet gegen Gewalt und wurde dafür auch vom DFB ausgezeichnet. Der Verein meldete sich beim DFB und droht mit rechtlichen Schritten.


    Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme von Doppelpass SVW:


    Stellungnahme: Stadionverbote


    Stellungnahme zu den Stadionverboten gegen 57 Fans unseres SV Waldhof Mannheim.


    Aufgrund eines Zwischenfalls auf der Anreise zu einem Auswärtsspiel am 08.10.2011 wurden 57 Anhänger unseres SV Waldhof Mannheim 07, darunter zwei DoppelPass-Mitglieder, vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit einem bundesweit gültigen, zweijährigen Stadionverbot belegt.


    Zu besagtem Vorfall auf dem Raststätte "Hohenlohe" gibt es diverse Pressemeldungen, welche wir an dieser Stelle nicht weiter kommentieren möchten, da uns der genaue Sachverhalt nicht näher bekannt ist. Sicher ist, dass unsere beiden Mitglieder auf diesem Rastplatz den Mannheimer Reisebus nicht verlassen haben, am Vorfall nicht beteiligt waren und diesen auch in keiner Weise unterstützt haben. Beide DoppelPass-Mitglieder sind seit Jahren tragende Säulen unseres Engagements gegen Gewalt und Rassismus. Sie lehnen, wie alle unsere Mitglieder, jegliche Form von Gewalt im gesamten Umfeld des SV Waldhof Mannheim ab. Auch vor der Mitgliedschaft in unserer Initiative waren sie friedliche und engagierte Anhänger des SV Waldhof Mannheim.


    Alle unsere Mitglieder distanzieren sich ausdrücklich von dem Zwischenfall am 08.10.2011 und bedauern, dass im Zusammenhang mit einem Fußballspiel Menschen zu Schaden gekommen sind. Es steht für uns außer Frage, dass solche Vorfälle grundsätzlich abzulehnen sind und derartige Vergehen verfolgt und die ermittelten Täter entsprechend ihrem Tatbeitrag sanktioniert werden sollten. In Diskussionen innerhalb unserer Fanszene anlässlich dieses Vorfalls vertreten wir unseren Standpunkt, wie bisher auch, sehr deutlich. Dass im vorliegenden Fall jedoch ca. 40 bis 50 unbeteiligte Fußballfans, darunter auch unsere beiden Mitglieder, pauschal, ohne vorher von den zuständigen Instanzen angehört zu werden, mit einem Stadionverbot belegt wurden, entspricht nicht unseren Vorstellungen eines fairen Verfahrens. In unserer Gesellschaft gilt die Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils. Dazu gehört zumindest eine vorhergehende Anhörung der Betroffenen zum in Frage stehenden Sachverhalt. Ein Stadionverbot ist ein erheblicher Eingriff in das Leben eines Fußballfans, so dass unserer Meinung nach der Ausspruch nur gegenüber tatsächlich und nachgewiesen strafrechtlich schuldigen Fans angemessen ist.


    Auch uns, kurz zuvor noch vom DFB für unser langjähriges und nachhaltiges Engagement gegen Gewalt und Rassismus mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet, wurde vor dem Ausspruch keine Möglichkeit gegeben zum vorliegenden Fall Stellung zu beziehen. Und dies, obwohl wir unsererseits den DFB nach dem Vorfall umgehend über die Tatsache, dass auch DoppelPass-Mitglieder in besagtem Bus saßen, informiert haben. Am 24.12.2011 wurden dann alle 57 Businsassen per Einschreiben pauschal mit einem zweijährigen Stadionverbot belegt. Erst danach bekamen wir als Verein Post von DFB-Präsident Zwanziger. In einem Brief, welchen er als Juryvorsitzender des Julius-Hirsch-Preises an uns richtete, forderte er uns auf \"zum Tatbeitrag unserer Mitglieder\" und \"deren Verantwortung für den Geschehensablauf\" Stellung zu beziehen. Obwohl auch hier wieder eine implizite Vorverurteilung unserer Mitglieder heraus zu lesen ist, sind wir dieser Aufforderung fristgerecht nachgekommen und warten seither auf Antwort.


    Wir sind nicht bereit die Stadionverbote gegen unsere Mitglieder und alle anderen unbeteiligten Fans des SV Waldhof Mannheim hinzunehmen und schließen bei anhaltend fehlender Dialogbereitschaft des DFB juristische Schritte nicht aus.


    DoppelPass – SV Waldhof Mannheim-Fans gegen Gewalt und Rassismus e.V. vertreten durch den Vorstand


    Quelle: http://www.stadionwelt.de

  • Querulanten aufgelöst


    Wie die Ultras Essen nun mitteilten wurde die eigene Jugendsektion Querulanten aufgelöst. Die 2005 gegründete Jugendgruppe sollte unter 18 Jährigen den Einstieg bei den Ultras erleichtern. Von nun an sollen die jungen Leute direkt in die Hauptgruppe integriert werden.


    Stadionwelt dokumentiert die Mitteilung der Ultras Essen:


    Auflösung Querulanten 2005


    Die bisher als Jugendgruppe geführten Querulanten werden mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Eine Unterteilung der Hauptgruppe Ultras Essen war vor allem zu Beginn der Jugendbande „Querulanten“ sinnvoll, um Jüngeren den Einstieg in unsere Gruppe zu erleichtern und mit dem Ultra-Gedanken vertraut zu machen. Nun gehen wir einen anderen Weg und integrieren die jungen Leute direkt in der Hauptgruppe.


    Die Auflösung der Gruppe „Querulanten“ soll jedoch nicht dahingehend missverstanden werden, dass wir keine U 18-Leute mehr aufnehmen. Dieser Schritt sollte vielmehr von allen motivierten Jugendlichen als Aufforderung angesehen werden, sich bei uns anzumelden und sich so aktiv in die Gruppe „Ultras Essen“ und das Fanleben rund um unseren Verein einzubringen.


    Ultras Essen 2002


    Quelle: http://www.stadionwelt.de

  • Insane Ultra bezieht Stellung zu Vorwürfen



    Die Trierer Ultragruppe „Insane Ultra“ hat sich in einer ausführlichen Stellungnahme zu den Vorwürfen von Polizei und Medien geäußert. Den Ultras wird vorgeworfen an einem Rastplatz randaliert zu haben und sich einem Polizeieinsatz widersetzt zu haben.


    Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme von „Insane Ultra“:


    Stellungnahme zu den Vorfällen am vergangenen Samstag auf der An- und Abreise beim Auswärtsspiel in Wuppertal


    Vier Tage nach dem Auswärtsspiel in Wuppertal wollen bzw. müssen wir uns zu den im Raum stehenden Vorwürfen gegen uns als Gruppe und gegen einzelne Mitglieder zu Wort melden! Die durch Polizei und Medien verbreiteten Unwahrheiten zwingen uns, die Öffentlichkeit zu informieren und veröffentlichte Berichte und Anschuldigungen zurückzuweisen bzw. richtigzustellen!


    In den vergangenen Tagen mussten wir als Gruppe leider wieder einmal mit Schrecken feststellen, wie schnell Halbwissen, Gerüchte und Unwahrheiten die Runde machen können und so dem deutschen Bürger eine verfälschte Meinung zum Thema "Fußballfans/Ultras" aufgedrückt wird. Dabei konnten große Teile der Presse, sowohl in Trier, als auch in anderen Teilen unserer Republik nur durch das Kopieren von Polizeiberichten und mit schlecht recherchierten Artikeln auf sich aufmerksam machen. Zum Leidwesen der Beteiligten, deren Familien und zum Schaden des SV Eintracht Trier.


    Es war wie so oft: Die Polizei und der Verein kamen zu Wort und konnten ihre Sichtweisen zu den Vorfällen in der Öffentlichkeit kundgeben. Die angeblichen Täter, in dem Fall unsere Gruppe, werden von allen Seiten mit Gerüchten diffamiert. Wir hatten bis dato zu keinem Augenblick die Möglichkeit uns zu den Vorwürfen zu äußern. Dabei basiert die Mitteilung der Polizei im Moment nur auf Aussagen und Vermutungen der angeblichen Geschädigten und eingesetzten Beamten. Die Aussagen des Vereins wurden wieder einmal getätigt, ohne mit uns, den Betroffenen, auch nur ein Wort gewechselt zu haben.


    Lieber redet man mal wieder über uns Ultras, anstatt zuerst den Dialog zu suchen und sich unsere Sichtweise mitteilen zu lassen. In unseren Augen wird absichtlich versucht, uns als Ultragruppe zu diffamieren. So werden in den Mitteilungen von Polizei und Medien teilweise auf dilettantische Art und Weise, Wahrheiten vertauscht bzw. falsch dargestellt, um die Öffentlichkeit bewusst zu täuschen. Daher kämpfen wir auch mit diesem Text um Wahrheit und Fairness.


    Am vergangenen Samstag machte sich unsere Gruppe gegen 9 Uhr mit einem Doppeldecker auf den Weg nach Wuppertal. Gegen 10.35 erreichten wir den Rastplatz "Schneifel" und wollten an diesem auch unsere erste Pause einlegen. Auf dem Weg aus dem Tankstellengebäude wurde eines unserer Mitglieder durch einen Passanten von hinten tätlich angegriffen und geschubst. Es hatte zuvor keinen Kontakt mit dieser uns nicht bekannten Person gegeben. Scheinbar ging die Person davon aus, dass unser Mitglied sich ohne Begleitung auf dem Rastplatz aufhalte. Dies ermunterte ihn wohl ein weiteres Mal auf unser Mitglied los zu gehen. Als die restlichen Businsassen diesen Angriff erkannten, eilten sie zu Hilfe. Dies überraschte den eigentlichen Angreifer und dessen Begleiter, die auch auf diesem Rastplatz warteten und hinzu eilten. Nach einigen leichten Schubsereien, war diese ganze Angelegenheit auch beendet, da wir es mehr als feige erachteten, dass sich ein ganzer Bus einmischt. Der Passant zeigte sich aber weiterhin sehr aggressiv, provozierte weiterhin mit zahlreichen Gesten und wollte auch körperlich gegen einige unserer Mitglieder vorgehen. Nach und nach beruhigte sich die Lage aber wieder und wir fuhren mit dem Bus weiter in Richtung Wuppertal. Es gab keinen Angriff in den Toilettenanlagen. Keine eingetretenen Toilettentüren und schon gar keinen Angriff auf ein Kind!!! Dies wurde so in den Medien fälschlicherweise aufgeführt. Der tätliche Angriff des irakischen Passanten wurde von Busfahrer sowie den anwesenden Mitgliedern beobachtet. Viel wichtiger ist aber auch, dass die Kameras auf dem Rastplatz sicherlich zur Aufklärung beitragen können. Diese Aufzeichnungen werden hoffentlich den wahren Täter entlarven und zeigen, dass es nie einen Übergriff unsererseits gab. Auch ein ausländerfeindlicher Hintergrund ist auszuschließen, liebe Presse und Polizei! Bei dieser Angelegenheit wurde auch kein Kind angegriffen oder gar verletzt, so wie das fälschlicherweise in den Medien dargestellt wurde! Hier wurde ganz offensichtlich die Täter-Opfer Rolle vertauscht und dies wird jetzt in einem fremdenfeindlichen Zusammenhang gestellt, damit wir "bösen" Ultras wieder einmal als Sündenböcke dastehen. Obwohl keine konkreten Anhaltspunkte oder Beweise für eine mögliche fremdenfeindliche Absicht laut Polizei gesichert sind, wurde der entsprechende Anfangsverdacht an die regionalen und überregionalen Pressevertreter weitergegeben, um somit den schlechten Ruf der Trierer Fußballfans als Krawallmacher mit dem Klischee der Fremdenfeindlichkeit zu versüßen.


    Nachdem das angebliche Opfer die Polizei verständigte, wurde unser Gefährt kurze Zeit nach der Weiterfahrt von der Polizei begleitet und gebeten den Rastplatz "Ville" anzusteuern. Auf diesem Parkplatz mussten sich alle 80 Insassen einer Personalien Feststellung unterziehen. Da wir das Ziel hatten ohne Verspätung in Wuppertal anzukommen, ließen wir diese Kontrolle (Dauer 90 Minuten) geduldig und ohne Probleme über uns ergehen. Nach diesem längeren Aufenthalt hatte sich dieser erste Zwischenfall auch für uns erledigt! Im Nachgang wird sich auch ein Gericht mit dem angeblich Geschädigten befassen müssen, da gegen diesen Mann rechtliche Schritte unsererseits eingeleitet wurden, was wohl bewusster Weise in den bisherigen Berichterstattungen nicht berücksichtigt wurde.


    Auf der Rückfahrt kam es leider zu einem weiteren Zwischenfall, der fatale Folgen mit sich bringen sollte, aber definitiv gar nichts mit dem ersten Zwischenfall auf der Hinfahrt zu tun hatte!


    Nach rund einer Stunde sollte es zu der ersten Pause auf der Rückfahrt kommen. Die Stimmung war trotz Niederlage sehr ausgelassen und so wurde auf diesem Rastplatz gefeiert was das Zeug hielt. Man feierte sogar mit Damen eines Junggesellenabschiedes. Dabei wurde beim "Pogen" (Tanz mit Anrempeln) eine Mülltonne umgestoßen und aus Übermut ein Leitpfosten aus dem Boden gezogen. Nachdem die Mülltonne einem Teil unserer eigenen Leute noch hinterher geworfen wurde, stellte man diese unversehrt wieder an ihren Platz zurück und ein Teil des Mülles wurde sogar wieder in die Mülltonne geworfen. Der Leitpfosten wurde wieder zurück in den Boden gedrückt. Des Weiteren wurde eine schon vollgesprühte Wand auf diesem Parkplatz mit einem kleinen Graffiti versehen. Wir beschreiben den Halt auf diesem Parkplatz bis ins letzte Detail, da dies alles war was auf diesem Parkplatz passiert ist. Wir müssen an dieser Stelle ganz klar sagen, dass wir uns der Schuld des Sprühens an eine Wand bewusst sind, doch was in Folge passieren sollte, steht in keiner Relation zu dem, was noch im weiteren Verlauf der Fahrt kommen sollte. Auch stimmen diverse Anschuldigungen im Bereich einer groß angelegten Parkplatzrandale nicht im Geringsten.

  • Fortsetzung:


    Kurz nach Fortsetzen der Fahrt, wurde unser Bus erneut von Kräften der Polizei gestoppt. Nach dem Anhalten öffnete der Busfahrer nicht nur die Vordertüre, um mit den Beamten zu sprechen sondern auch die hintere Türe. Direkt, ohne dass ein Fahrgast den Bus verlassen konnte, sprühten die Beamten, die diesen Ausgang bewachten schon die erste Ladung Pfefferspray in den hinteren Teil des Busses. Auf Aufforderung eines Polizisten der an der vorderen Türe stand, musste der Busfahrer wieder alle Türen schließen, da diese bis zur Ankunft weiterer Polizisten geschlossen bleiben sollten. Dabei berücksichtigte der Polizist an der vorderen Tür leider nicht, dass eine ganze Ladung Pfefferspray in den hinteren Teil des Busses gesprüht wurde, was eine unglaubliche Panik im gesamten unteren Teil des Busses auslöste, da zahlreiche Mitfahrer nichts mehr sehen konnten und Atembeschwerden hatten und sich teilweise übergeben mussten.


    Pfefferspray wirkt wie folgt:
    Augen: Eine Schwellung der Schleimhäute bewirkt das sofortige Schließen der Augenlider für ungefähr fünf bis zehn Minuten.
    Atmung: Ein Einatmen des Pfeffersprays führt zu Husten und Atemnot, selten Ersticken.
    Haut: Die besprühten Stellen "brennen" und zeigen für 15 bis 30 Minuten einen Juckreiz. Je nach Dosierung kann es aber noch 48 Stunden dauern, bis die Wirkung nachlässt. Alle Symptome treten sofort oder nach wenigen Sekunden auf.


    Die Folgen im Bus waren gravierend. Es herrschte Panik, da man in einem geschlossenen Gefährt sitzt, kaum noch Luft bekommt und nichts mehr sieht. Während diesen Minuten der Panik hielt die Polizei es immer noch nicht für nötig die Leute aus dem Bus zu lassen, obwohl dies den Polizisten an der Frontscheibe mehrmals vehement mitgeteilt wurde und man sie bat, die Türen zu öffnen. In diesem kritischen Moment drehte eines unserer Mitglieder den Not-Hahn auf, damit die Türen sich von alleine öffnen lassen. Aber auch dies wollten die Polizisten verhindern und drückten mit 3 Mann die Tür wieder zu. Nach einigen Minuten kapitulierten die Beamten aber und gaben der panischen und aufgebrachten Masse nach. Diese stürmte aufgebracht aus dem Bus. Das erste Ziel war es, den verletzten Leuten dieser Sprayattacke die Augen auszuspülen. Da die Polizisten immer noch den Bus umstellt hatten, um ein mögliches "Entkommen" vor einer polizeilichen Behandlung zu unterbinden, entwickelte sich hieraus leider eine aggressive Stimmung. Die Leute aus dem Bus waren über das unverantwortliche Verhalten der Beamten mehr als aufgebracht und bewegten sich dabei auch in Richtung der Beamten. Dabei stellten sich aber umgehend 3-4 unserer Mitglieder zwischen die Beamten und die wütenden Businsassen, um die Situation zu beruhigen.


    Gänzlich deeskalieren konnte die Lage nicht, da ein Beamter ohne Vorwarnung einen Schuss in die Luft abgab. Dieser Beamte war mit Schlagstock und Pfefferspray ausgerüstet. Diese Reaktion war mehr als überzogen, da dieser alle anderen Mittel noch nicht ausgeschöpft hatte, um die Leute zu beruhigen oder sich zu schützen. So machte er weder von seinem Pfefferspray Gebrauch, noch benutze er seinen Schlagstock. Ab dem jetzigen Zeitpunkt herrschte nur noch Panik, Aggressivität, Hilflosigkeit, Angst und Wut auf dem Parkplatz. Einen Warnschuss erlebt man sicherlich nicht alle Tage und wir wollen uns einige Tage danach gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn aus diesem Warnschuss in dieser Situation ein Querschläger geworden wäre. Durch den Schock des Erlebten beruhigte sich die Lage und es rückten zwei BFE-Einheiten der Polizei an, die zuvor beim Spiel Köln-Stuttgart im Einsatz waren. Diese Hundertschaften gingen auch im weiteren Verlauf sehr aggressiv, rücksichtlos und kompromisslos gegen uns vor und so wurden wir direkt eingekesselt.


    Nachdem der Einsatzleiter zu dem Entschluss kam, dass sich der ganze Bus zum zweiten Mal an diesem Tag einer Personalien-Feststellung unterziehen muss, nahm das Geschehen seinen Lauf. Fünf Stunden wurden wir in Folge auf diesem Parkplatz festgehalten. Der Parkplatz war ein rechtsfreier Raum, in denen die Hundertschaften in einem aggressiven und übermüdeten Zustand diese Personalien-Feststellung durchführten. Nach fünf Stunden Warten im Dauerregen, einer Busdurchsuchung, 6 Festgenommenen, die auf das Revier nach Euskirchen bzw. Köln mitgenommen wurden, drohte die Lage ein weiteres Mal zu eskalieren. Nachdem wir 5 Stunden bei Dauerregen eingekesselt auf dem Parkplatz standen, wollten wir endlich Klarheit und wieder zurück in unseren Bus. Aufgrund einiger Bengalos im Bus sollte auch noch ein Sprengstoffexperte des LKA anrücken. Jedoch entschloss sich anscheinend die Polizei aufgrund der Unruhe, die Bengalos selbst aus dem Bus zu entsorgen. Ferner wurde auch der Zutritt in den Bus z.B. wg. Toilettengangs und Getränkeaufnahme verweigert, da sich ein ermüdeter Polizist vom Dienst erholte und in unserem Bus schlief!


    Als wir dann wieder an den Bus durften, begaben sich natürlich die ersten Leute, getrieben vom stundenlangen Durst, an den Stauraum des Busses. Die Polizei hatte zuvor alle Getränke aus dem Bus dorthin verbracht. Jedoch sah die Polizei hierin wieder erneut einen Anlass, Schlagstock und Pfefferspray einzusetzen. Einige wurden brutal niedergeknüppelt und gingen verletzt zu Boden. Diese mussten dort minutenlang liegen bleiben, bis wir die Polizei auf dieses menschenunwürdige Verhalten aufmerksam gemacht haben. Nach längerer Behandlung einer Person, die Pfefferspray in den Rachen bekommen hatte, konnten wir die Fahrt nach Trier weiter führen, jedoch in Polizeibegleitung bis vor das Moselstadion!


    An dieser Stelle wollen wir auch noch relativieren, dass die verletzten Polizisten der einen Hundertschaft auf einen unkoordinierten und planlosen Pfefferspray Einsatz einiger Beamte der anderen angeführten Hundertschaft zurückzuführen ist und nicht von uns verursacht wurde!


    Auch die Nennung der schon beschriebenen Sachschäden ist für uns rätselhaft und ist unwahr! In unseren Augen sind die getroffenen Aussagen falsch und bewusst an die Medien vermittelt worden, um diesen überzogenen Einsatz und den Warnschuss zu rechtfertigen. Bereitwillig wird dies auf den Rücken derer ausgetragen, die keine Lobby und keine Fürsprecher haben; uns Ultras! Ferner sind auch die angeblichen Flaschenwürfe oder gar das Treten nach einem eingesetzten Polizeihund an den Haaren herbeigezogen!


    In den nächsten Tagen werden wir auch weitere rechtliche Schritte gegen diesen Polizeieinsatz einleiten. Wir haben hierzu einen Anwalt konsultiert und ihn mit dem Fall betraut. Wir haben die feste Absicht, dass alles was an diesem Tag passiert ist ans Licht kommt und werden uns bis zum bitteren Ende gegen Unwahrheiten, Gerüchte und Halbwissen wehren! Es kann nicht sein, dass wieder einmal nur einseitige, nicht recherchierte Artikel einen Justizskandal verursachen und polizeiliches Fehlverhalten kaschieren, Polizeigewalt decken und einer Ahndung dieser skandalösen Geschehnisse im Wege stehen.


    Wieder einmal wurde eine Hetzjagd gegen Ultras von der Presse und auch der Polizei gestartet. Woche für Woche zeigt sich diese destruktive, menschenverachtende Allianz. Wir werden gegen diese Verleumdungskampagne in den nächsten Wochen und Monaten offensiv angehen!


    Ultras, never surrender!


    Quelle: http://www.stadionwelt.de

  • Neue Stadionverbotsrichtlinien


    Während auf dem Sicherheitsgipfel in Berlin in der vergangenen Woche längere Stadionverbotszeiten beschlossen wurden, konnten die Fans von Waldhof Mannheim gemeinsam mit dem Verein neue Richtlinien für Stadionverbote erarbeiten, in denen eine Anhörung verankert ist.


    Stadionwelt dokumentiert die Mitteilung von Pro Waldhof e.V.:


    Neue Vergabepraxis der Stadionverbote durch unseren SV Waldhof


    Nachdem das Thema Stadionverbote erst am Montag, bei dem Fußball-Sicherheitsgipfel in Berlin ohne Beteiligung von Fan-Vertretern, einen neuen unrühmlichen Höhepunkt gefunden hat, freuen wir uns als PRO Waldhof in Vertretung unserer Fanbeauftragen und dem Fanprojekt Mannheim/Ludwigshafen eine neue Vergabepraxis mit unserem SV Waldhof ausgehandelt zu haben. Während die Profivereine Deutschlands in Zusammenarbeit mit Innenminister Friedrich die Höchststrafe für Fußball-Vergehen auf zehn Jahre aufgestockt haben, konnten wir in Zusammenarbeit mit unserem SV Waldhof kleinere Achtungserfolge im Sinne eines Fußballfans erzielen. So gilt bei den Stadionverboten durch unseren SVW ab der kommenden Runde in der Regionalliga Südwest folgende Vergabepraxis:


    1) Jeder Beschuldigte erhält ein Anschreiben per Post, mit der Möglichkeit sich entweder schriftlich zu der Sache zu äußern oder zeitnah zu einer persönlichen Anhörung zu erscheinen. In diesem Schreiben werden auch die Kontaktadressen des SVW-Fanbeauftragten und des Fanprojektes Mannheim/Ludwigshafen aufgeführt, damit der Fan die Möglichkeit bekommt, sich bei diesen zu informieren. Bei Gästefans werden nach Möglichkeit die Kontaktdaten des jeweiligen Fanbeauftragten mit aufgeführt.


    2) Das Anschreiben wird kein Einschreiben mehr sein, da die Praxis gezeigt hat, dass diese oft nicht abgeholt oder angenommen wurden.


    3) Der SVW-Fanbeauftragte und das Fanprojekt Mannheim/Ludwigshafen werden über die Vorlage eines SV-Antrages informiert, so dass diese schon vorab Kontakt zu dem beschuldigten Fan (sofern bekannt) oder dem jeweiligen Fanbeauftragten aufnehmen können.


    4) Jedem beschuldigten Fan muss die Möglichkeit zur Anhörung ermöglicht werden, auch wenn es sich um einen noch so eindeutigen Fall handeln sollte. Hier muss immer die Möglichkeit einer Verteidigung bestehen.


    Quelle: http://www.stadionwelt.de

  • Ultrà Kollektiv stellt Aktivitäten ein


    Aufgrund der aktuellen sportlichen und finanziellen Krise beim VfB Lübeck gab deren Ultràgruppierung Ultrà Kollektiv Lübeck nun die Niederlegung der Aktivitäten im Stadion bekannt. Ziel sei es in Ruhe an der Neuausrichtung der Fanszene zu arbeiten.


    Die Gruppe schreibt auf ihrer Homepage: „Nachdem sich die Situation rund um das Konstrukt der 1. Herrn in unserem Verein immer weiter zuspitzt, geben wir -wie sich bereits in den letzten Spielen andeutete- die vorrübergehende Niederlegung unserer Tätigkeiten auf unbestimmte Zeit bekannt.“


    Die Gruppe schreibt weiter, dass trotzdem Mitglieder der Gruppe die Spiele des VfB Lübecks besuchen werden. Wegen der aktuellen Situation sei es ihnen aber nicht möglich „die bekannte Folklore zu zelebrieren“. (Stadionwelt, 10.09.2012)

  • Spruchband nach Hubschrauberabsturz: Verfahren eingestellt


    Nach einem Hubschrauber-Unglück bei ein Polizeiübung in Berlin, bei der ein Polizist starb, zeigten Fans von Rot Weiss Essen ein Spruchband mit der Aufschrift „Wer hoch fliegt, fällt auch tief“. Acht Fans von Rot Weiss Essen wurden nun freigesprochen.


    Das Spruchband wurde im Essener Fanblock beim Auswärtsspiel in Köln gegen die Zweitvertretung des 1. FC Köln gezeigt. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen acht Beschuldigte nun eingestellt. Zuletzt wurde noch wegen Beleidigung ermittelt. (Faszination Fankurve, 08.02.2014)

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