Roger Schmidt und sein Team

  • "Nein, nein ist schon normal zu Ende gewesen.
    Bisschen regen schadet ja nicht."
    Darauf hin habe ich gesagt: "Sehr gut, Fussball ist ja auch kein schönwetter-Sport und die Jungs sind Profis."
    Daraufhin hat er gegrinst und is weiter...


    Ich finde den gut bisher!


    Marcel hat recht, er wusste ganz genau was du hören wolltest ;)
    Ob ich ihn gut finde oder nicht, kann ich jetzt noch gar nicht sagen. Mal sehen was die ersten Spiele unter seiner Leitung so bringen.


  • Quelle: RP

  • Leverkusen – Cool? Oder kalt? Wer ist dieser Roger Schmidt (47), der mit seinem
    spektakulären Angriffsfußball für Furore sorgt? Wir sprachen mit dem
    Trainer von Bayer Leverkusen über seinen VW-Käfer, die Liebe zum Fußball
    und den Titeltraum.


    Wie geht es Ihrem Käfer Cabrio?


    Ich habe ihn bereits seit zwei Jahren nicht mehr gefahren. Der steht in
    Paderborn, in der Garage. Er hat keinen perfekten Zustand, aber ich habe
    ihn bereits seit 18 Jahren. Verkauft wird er nicht.


    Schrauben Sie selber?


    Nein. Zurzeit fahre ich ihn nur alle zwei Jahre zum TÜV. Da geht nichts kaputt.


    So ein altes Auto deutet auf einen Gefühlsmenschen hin. Sie wirken nach außen eher distanziert. Täuscht der Eindruck?


    (lacht) Ich weiß nicht, ob ich distanziert wirke. Bewusst mache ich das
    jedenfalls nicht. Wenn du als Trainer alle drei Tage ein Spiel hast,
    bleibt dir allerdings nur wenig Zeit, dich mit anderen Dingen zu
    beschäftigen.


    18-Jährige werden ins Spiel geworfen, können sportlich mithalten. Aber ihre Persönlichkeit hält
    nicht Schritt. Ist das ein Problem?


    Das kommt auf den Charakter des Spielers an. Hakan Calhanoglu zum Beispiel kann sehr gut damit umgehen.


    Calhanoglu wurde von seinem Mitspieler Gökhan Töre mit einer Waffe bedroht, jetzt
    wurde er nicht nominiert für die Türkei. Können Sie das verstehen?


    Es ist wie im Leben: Man sollte darüber sprechen. Der türkische Verband
    muss entscheiden, wie er damit umgeht. Der Spieler ist machtlos. Zur
    Zeit gibt es keine Rückmeldung. Hakan und Ömer Toprak müssen das
    akzeptieren. Sie können sich schließlich nicht selber einladen.


    Calhanoglu ist 20 Jahre jung, was macht ihn so Außergewöhnlich?


    Er ist sich sicher in seiner Meinung und hat ein Gefühl dafür, in extremen
    Situationen authentisch zu handeln. Es ist ungewöhnlich, dass ein so
    junger Spieler so weit ist in einer Persönlichkeit.


    Wie sehen Sie Ihre Mannschaft?


    Ich habe eine mutige Mannschaft. Die Spieler haben die neue Spielweise aus
    Überzeugung angenommen. Das zeigt, dass sie großen Willen haben, anders
    zu spielen.


    Ihr Fußball erinnert ein wenig an den Dortmunder-Stil...


    Ja. Damit habe ich auch kein Problem. Das ist eben geiler Fußball. Damit
    kann man erfolgreich sein und Außergewöhnliches erreichen, wenn man es
    perfektioniert hat. Dortmund wäre nicht zweimal Meister geworden, wenn
    sie gespielt hätten, wie alle anderen.


    Dann könnte Bayer auch Meister werden?


    (lacht) Da habe ich Ihnen eine Steilvorlage gegeben. Aber im Ernst: Wenn wir es
    perfektioniert haben, warum nicht? Natürlich will ich einen Titel
    gewinnen. Ich träume schon von etwas, das ich auch in der Hand halten
    kann.


    Aber Bayern München gilt als unschlagbar...


    Unschlagbar sind sie nicht! Du kannst gegen sie gewinnen. Aber über eine komplette
    Saison mit 34 Spielern besser zu sein ist schwer. Man hat auch den
    Eindruck, dass sie von Jahr zu Jahr besser werden. Sie holen sich die
    richtigen Spieler, wenn sich einer verletzt, kommt die nächste Granate.


    Also chancenlos.


    Nein. Wenn man mal an den Bayern kratzen will, muss man etwas anders machen,
    als einfach nur gut zu stehen und vielleicht vor lauter Glück ein Tor zu
    erzielen. Man muss sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Und
    unmöglich ist Nichts. Atletico Madrid hätte gegen Real Madrid im
    Champions-League-Finale gewonnen, wenn der Schiedsrichter nicht so lange
    hätte nachspielen lassen.


    War ein Wechsel von Salzburg zum 1. FC Köln ein Jahr zuvor für Sie eine Option?


    Damals schon. Ich hatte sehr gute Gespräche mit den FC-Verantwortlichen. Nur
    hatte ich einen Vertrag in Salzburg. Außerdem haben sie ja jetzt mit Peter Stöger einen sehr guten Trainer.


    Wie sehen Sie seine Arbeit?


    Aufzusteigen ist schwer, weil die Erwartungen so groß sind. Aber das hat er gut
    gemeistert. Mit seiner Gelassenheit passt er sehr gut zum FC.


    Jetzt wirken auch Sie gelassen, am Spielfeldrand geht aber die Post ab. Was spielt sich bei Ihnen in diesen Momenten ab?


    Ich bin in einem Spiel-Modus. Weil ich mich total mit meiner Mannschaft
    identifiziere. Sie ist mir heilig, ich fühle mich ihr verantwortlich.
    Außerdem kann ich schlecht verlieren.


    Quelle: http://www.express.de

  • Natürlich ist er dann alles. Wie in Leverkusen immer. Wir haben mehr Trainer auf den Rängen als jeder anderer Verein. Dabei haben wir eines der kleinsten Stadien. Man oh man.

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