Alles über den BVB

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    • Alles über den BVB

      Mittelfußbruch - Kagawa droht Saisonende

      Schwerer Schlag für Borussia Dortmund: Der 21-jährige Senkrechtstarter Shinji Kagawa erlitt am Dienstag im Halbfinale gegen Südkorea (3:0 i. E.) eine Verletzung, es besteht der Verdacht auf einen Mittelfußbruch. Nun droht dem Offensivmann des BVB das Saisonende. "Wir bemühen uns sehr, ihn so schnell wie möglich nach Deutschland zurückzuholen", sagte der Sprecher des Spitzenreiters, Josef Schneck.

      Nach Angaben des japanischen Verbandes wurde Kagawa in Doha im Krankenhaus medizinisch versorgt. Nach dieser Untersuchung erfolgte der Schock. Bei dem Offensivmann besteht der Verdacht auf Mittelfußbruch.

      "Heute hat uns der japanische Verband darüber informiert, dass sich Shinji am Dienstag verletzt hat und der Verdacht auf einen Mittelfußbruch besteht. Wir bemühen uns sehr, ihn so schnell wie möglich nach Deutschland zurückzuholen", sagte der Sprecher des Bundesliga-Spitzenreiters, Josef Schneck, am Mittwoch.

      "Das trifft uns schwer. Er war die prägende Figur in der Hinrunde. Die Saison ist in dreieinhalb Monaten zu Ende, und ein Mittelfußbruch ist keine unerhebliche Verletzung. Es wird eng", sagte BVB-Vorstandschef Hans-Joachim Watzke dem SID.

      Der BVB kann bis zum 31. Januar, wenn das Transferfenster schließt, für Ersatz sorgen. "Es ist noch viel zu früh, darüber etwas zu sagen. Ich werde mich jetzt erstmal mit dem Trainer und dem Sportdirektor zusammensetzen und über die Situation sprechen", so Watzke weiter.

      Mit zwei Toren im Viertelfinale gegen Gastgeber Katar hat der BVB-Profi großen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft am Golf. Im Endspiel trifft die Elf aus Japan auf die vom deutschen Coach Holger Osieck betreuten Aussies.

      In der Bundesliga war die Sommerverpflichtung der Borussen in den bisherigen 17 Spielen mit acht Toren und einem weiteren Assist nicht nur einer der Aufsteiger des BVB, sondern ganz eng mit dem Höhenflug der Klopp-Elf in dieser Runde verbunden.

      Quelle: kicker.de
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    • Gestern Abend kam es im Karaiskakis Stadion von Piräus zum Champions League Spiel zwischen Olympiakos und Borussia Dortmund. Aber nicht nur das Spiel bleibt den Dortmunder Fans in Erinnerung. „Die Mutter aller Streiks“ erschwerte auch den BVB Fans den Tag.

      Für den Tag des Spiels hatten alle großen griechischen Gewerkschaften zu einem Generalstreik aufgerufen. Dies sorgte bei vielen BVB Fans für erschwerte Reiseplanungen, da auch der Flughafen bestreikt werden sollte. Letztlich wurde am Flughafen nur bis mittags gestreikt, sodass die meisten Schwarz Gelben Fans Athen noch rechtzeitig erreichten. Am Flughafen angekommen gab es aber das nächste Problem, da weder Taxen noch die Metro vom Flughafen fuhr. Der BVB richtete den Appell an seine Fans das Zentrum rund um den Syntagma Platz wegen dem Streik zu meiden. Wen es trotzdem dorthin wagte konnte mehrere Hunderttausend Menschen dabei beobachten, wie sie gewaltsam versuchten das Parlament zu stürmen und nur durch einen massiven Polizeieinsatz davon abgehalten werden konnten.

      Für alle Dortmunder Fans wurde die Metro Station Syngour-Ficx als Treffpunkt ausgerufen. Von dort sollte es bereits um 18 Uhr mit gemieteten Bussen Richtung Stadion gehen. Kurz vor Abfahrt der Busse kam es auch dort zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei, weshalb die Abreise etwas hastiger ablief als geplant. Insgesamt fanden sich im Gästeblock ca. 1.300 Fans aus Deutschland ein und beflaggten diesen gleich.

      Auch die beiden Fankurven von Olympiakos füllten sich recht früh und machten bereits 1,5 Stunden vor Anpfiff auf sich aufmerksam. Beim Vorlesen der Mannschaftsaufstellung der Griechen hatte bereits das ganze Stadion die Arme gehoben und Klatschte ein. Die Dortmunder Mannschaft, die sich vor der Hauptkurve der Griechen warmmachen musste wurde beim Betreten des Stadions ausgepfiffen. Die gleiche Reaktion konnte man beobachten, sobald sich die BVB Fans im Stadion bemerkbar machten. Die Rot Weißen Fans hatten das ganze Stadion mit Zaunfahnen beflaggt, bis auf den Gästeblock, was in der Champions League eher untypisch ist, da die UEFA nicht gerne Zaunfahnen auf der Geraden sieht.

      Kurz vor Beginn der Partie zeigte die Kurve von Gate 7 eine Choreografie mit dem Spruchband „The Legend lives, strikes and will..“ und die andere Kurve der Heimfans komplettierte den Spruch mit den Worten „strike again“, geschrieben in Tafeln aus Folien. Neben dem Spruchband war in der Gate 7 Kurve eine Blockfahne mit einem Ritter zu Ross, der mit seinem Sperr auf einer Landkarte Deutschland angreift. Gerahmt wurde die Blockfahne von zwei weißen Kreuzen auf rotem Grund, ebenfalls aus Folien Tafeln. Mit diesen Folientafeln wedelten sie Anhänger von Olympiakos anschließend. Die Dortmunder Fans nutzen das Einlaufen der Mannschaft, um einige gelbe Luftballons und ein wenig Pyrotechnik. Die BVB Fans waren da bereits von Polizei- und Ordnerketten eingekesselt. Ein Fangnetz sollte außerdem Provokationen zwischen Deutschen und Griechen verhindern.

      Die Partie ging direkt auf sehr hohem Tempo los und bereits in der achten Minute erzielte Helebes das 1-0 für die Griechen, was die Gesänge im weiten Rund nochmal lauter werden ließ. Aber auch im Gästeblock verstummten die mitgereisten Fans nicht. Sie legten ebenfalls nochmal eine Schippe drauf und feuerten ihre Mannschaft weiter lautstark an, auch wenn sie aufgrund der zwei lauten Kurven von Piräus nur selten zu vernehmen waren. Aber die Unterstützung lohnte sich. In der 15. Minute erzielte der BVB zwar noch ein Abseitstor, das nicht gegeben wurde, aber in der 26. Minute erzielte Lewandowski den Ausgleich. Danach gab es im Gästeblock kein Halten mehr.

      Die beiden Heimkurven zelebrierten gerade ein sehr lautstarken Wechselgesang zur Melodie von Jingle Bells, als Djebbour in der 40. Minute die Hausherren erneut in Führung brachte. Nun gab es hielt sich kein Anhänger der Weiß-Roten mehr zurück. Ob Ordner, Pressevertreter oder VIP. Alle stimmten in die Gesänge mit ein. In Deutschland wohl undenkbar. Gerade in der ersten Halbzeit zeigten die Griechen, dass durchgängiger, melodischer und spielbezogener Support in einem kein Widerspruch in sich ist.

      In der zweiten Halbzeit gab es immer mal wieder kurze Pausen bei den Gesängen im Heimbereich. Die Gate 7 Kurve wurde von einem Capo in der ersten Reihe mit Mikrophonanlage und von einem Capo mit Megaphon in der Mitte der Kurve animiert. Immer wieder hackten sich beide Tribünen unter und hüpften geschlossen, auch wenn sie die gesungen Melodien wiederholten. In der 72. Minute kam in der zweiten Heimkurve noch zu einer Schlägerei unter Olympiakos Fans, die Gründe für die Auseinandersetzung sind aber nicht bekannt. Olympiakos konnte noch auf 3-1 durch Modesto erhöhen. Danach stiegen auch immer wieder die Haupttribüne und die Gegengerade in die Gesänge der beiden Heimkurven mit ein, sodass teilweise das ganze Stadion, außer dem Gästeblock, hüpfte.

      Nach Abpfiff mussten die Dortmunder Fans noch eine Blocksperre über sich ergehen lassen, die auch wesentlich länger als die geplanten 20 Minuten dauerte, bevor die Busse sie zurück ins Zentrum von Athen brachten. Der Generalstreik soll am Donnerstag fortgesetzt werden, der Flughafen ist hiervon jedoch ausgenommen, weil man dem Tourismus nicht allzu sehr schaden will, sodass die meisten BVB Fans wohl wie geplant wieder Deutschland erreichen werden und nicht nur die Niederlage, sondern auch den denkwürdigen Tag in Athen mit geschlossenen Geschäften, geschlossener Akropolis etc. in Erinnerung behalten werden. (Stadionwelt, 20.10.2011)
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    • Hitler-Gruß im Stadion: 600 Euro Strafe für Borussen
      VON STEPHANIE LICHIUS-ENGELS - zuletzt aktualisiert: 25.10.2011 - 00:10
      Leverkusen (RP). 14. Januar, Fußballstadion Bay-Arena. Herbstmeister Borussia Dortmund spielt gegen Bayer Leverkusen. Ein wichtiges Spiel auf dem Weg zum Deutschen Meister. In der 49. Minute schießt Kevin Großkreutz das 1:0 für die Gäste, die Arena kocht, die BVB-Fans sind total aus dem Häuschen.

      Zwei von ihnen ganz besonders – allerdings auf eine ganz besondere Art und Weise. Sie provozieren die Leverkusener Ordner, beschimpften sie, sollen gar einen Hitler-Gruß gezeigt und "Sieg heil" gerufen haben. Dafür mussten sich die Fans gestern vor dem Amtsgericht in Opladen verantworten.

      "Das war reine Willkür"

      "Wir können das nur zurückweisen", erklärten der 24-Jährige und sein 25-jähriger Kumpel gestern. "Das war ein wichtiges Spiel, da haben wir eigentlich nur auf die Partie geachtet. Danach sind wir noch ein Bierchen trinken gegangen, wurden plötzlich von hinten gepackt und festgenommen." Der 25-Jährige beteuerte: "Ich bin noch nie negativ aufgefallen, das war reine Willkür der Ordner."

      Sein Freund räumte ein: "Als wir plötzlich von hinten festgehalten wurden, da habe ich vielleicht geschimpft – aber das war dann im Affekt und sicher nicht in dieser Fäkal- und Vulgärsprache, die uns hier vorgeworfen wird. Was sicher stimmt: Wir und auch die anderen Fans um uns herum haben die Spieler der gegnerischen Mannschaft beleidigt. So wie das immer bei jedem Spiel und jeder Mannschaft geschieht. Aber Ordner haben wir nicht gemeint."

      Drei der Security-Mitarbeiter waren als Zeugen geladen – und alle drei bestätigten, dass es sich bei denjenigen, die beleidigt haben, um die beiden Angeklagten handelte. Vor allem der Ältere soll federführend gewesen sein. Und alle drei bestätigten: "Beleidigt werden wir jedes Mal, da bekommen wir auch Heftiges zu hören, achten schon gar nicht mehr drauf. Aber die beiden waren so derbe, stachen so heraus – die blieben in Erinnerung." Und einer der Ordner ergänzte: "Als die Jungs merkten, dass sie mich nicht aus der Reserve locken können, warfen sie mit Münzen nach mir. Am Ende zeigte der 25-Jährige den Hitlergruß und rief ,Sieg Heil'."

      Verwendung verbotener Zeichen

      Das wollte sich der Ordner dann doch nicht mehr bietenlassen, mit Hilfe anderer Kollegen, brachte er die beiden zur Polizei. Gestern trafen sich alle Beteiligten in Opladen wieder. Für den 24-Jährigen ging es glimpflich aus: Er wurde freigesprochen, weil keiner der Zeugen sich an aktive Handlungen oder Aussprüche des Mannes erinnern konnte. Sein Kumpel dagegen wurde wegen Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (Hitlergruß) zu 600 Euro Strafe verurteilt. Sein Kommentar: "Ich bin total schockiert."

      Quelle: RP
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    • Arsenal verbietet BVB-Fans Trikots und Schals

      Die Schwarz-Gelben Anhänger dürfen im Emirates Stadium lediglich in den Gästeblöcken ihre Farben offen tragen. So ist es den zahlreichen BVB-Fans, die Karten für andere Blöcke erwerben konnten untersagt worden Fanschals, Trikots oder andere Fanutensilien zu tragen.

      Der BVB weist auf seiner Homepage darauf hin, dass es im Londoner Emirates Stadium vom FC Arsenal zu einigen strengen Regeln kommt, die in England bereits seit einigen Jahren üblich geworden sind. Unter anderem schreibt die Stadionordnung vor, nicht auf den Plätzen zu stehen. Ein striktes Rauchverbot und das generelle Verbot von Trommeln, Megaphonen oder größeren Fahnen kommen hinzu. Für die Einhaltung dieser Regeln führten die Gunners in der Vergangenheit sogar einen SMS-Service ein, bei dem die Zuschauer sich bei "unangemessenem Verhalten" in ihrem Bereich direkt an die Stewards wenden können.

      In der Dortmunder Stellungnahme heißt es dazu: „Verstöße gegen diese Regeln und auch sonstige Gesetzesverstöße im Rahmen von Fußballspielen werden in England seit einigen Jahren sehr, sehr hart bestraft.“

      Quelle: stadionwelt.de
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    • Kein Zwanni: Stellungnahme zum Boykott in Hamburg

      Die Fans von Borussia Dortmund rufen dazu auf das Gastspiel am 22. Januar 2012 in Hamburg nicht zu besuchen. Grund dafür ist die Preispolitik des HSV. Gespräche zwischen den beiden Parteien im Sommer blieben erfolglos.

      Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme der Kampagne „Kein Zwanni für nen Steher!“:

      Stellungnahme zum Boykottaufruf für das Spiel in Hamburg

      Zum Start des Heimvorverkaufs für unser Gastspiel in Hamburg rufen wir als Bündnis \"Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar\" sein zum zweiten Mal nach dem letztjährigen Derby alle Borussenfans zum Boykott des Spiels auf.

      Bereits seit einigen Jahren ist die Preisgestaltung des HSV für Fans von Vereinen mit einer traditionell großen Fanschar ein Ärgernis. Der HSV staffelt seine Preise in 4 Kategorien, zwischen denen gewaltige Unterschiede bestehen. So kostet eine Stehplatzkarte der Kategorie A ganze 7 Euro mehr als in Kategorie D. Das ist ein Unterschied von 58 Prozent. In der teuersten Sitzplatzkategorie beträgt der Zuschlag gar satte 75 Prozent - der HSV liegt mit den Eintrittspreisen der Kategorie A somit in der absoluten Ligaspitze. Am teuersten kommt ein Besuch in der Hansestadt die Fans des FC Bayern München, die in einer zusätzlichen Kategorie A+ noch einmal ungefähr 10 Prozent zusätzlich zahlen müssen.

      Für uns sind diese Ungleichbehandlung der Fans und das außerordentlich hohe Preisniveau gleichermaßen untragbar. Hier werden Fans nicht nur eventuell vom Stadionbesuch ausgegrenzt, für viele Besucher, vor allem jüngere, ist hier die Grenze des Erträglichen bereits deutlich überschritten.
      In der Rückrunde der letzten Saison haben wir von einem Boykottaufruf abgesehen, da man uns von Seiten des HSV ein Gespräch in der Sommerpause zugesichert hat. Wir haben das als ersten, richtigen Schritt gesehen, da wir der Meinung sind, dass wir da nur im Dialog mit den Vereinen zu einem für beide Seiten tragbaren Weg gelangen können. Dieses Gespräch fand während der Sommerpause mit Vertretern des HSV-Vorstandes statt.

      Der HSV ist zumindest einen Schritt auf uns zugekommen und hat uns zugesichert, dass die Kategorie A+ zukünftig entfällt. Das haben wir begrüßt, gleichzeitig aber auch deutlich gemacht, dass dieses Ergebnis für uns nicht ausreichend ist und uns weiterhin für eine Reduzierung des Preisniveaus ausgesprochen.

      Die Reaktion fiel dann jedoch nicht wie von uns gewünscht aus. Die Kategorie A+ für das Spiel gegen den FC Bayern ist zwar entfallen - allerdings nur auf den Stehplätzen. Das ist, angesichts der enormen Preise auf den Sitzplätzen und dem Verhältnis von Stehern zu Sitzern, natürlich für uns nicht hinnehmbar, so dass wir uns erneut in einem Brief an den HSV-Vorstand gewandt und auf Einhaltung der Absprache bestanden haben. Es folgte ein Telefonat, in dem der HSV erklärte, dass man seinerseits die Vereinbarung immer nur auf die Stehplätze bezogen habe.

      Bevor hier Missverständnisse auftreten: Der Kontakt zum HSV war jederzeit konstruktiv und angenehm, so dass wir keinen Grund haben, an dieser Darstellung zu zweifeln. Es handelte sich hier wohl wirklich um ein Kommunikationsproblem.

      Darüber hinaus haben wir ein weiteres Mal unseren Standpunkt bezüglich der Eintrittspreise verdeutlicht und erklärt, dass die aufgerufenen Preise keinesfalls akzeptabel sind. Der Boykottaufruf wurde in Hamburg sehr wohl vernommen und man wird sich intern noch einmal diesbezüglich abstimmen. So lange wir jedoch kein Einlenken des HSV mitgeteilt bekommen, bitten wir jeden BVB-Fan uns zu unterstützen und sich keine Karte für das Spiel in Hamburg zu kaufen.
      Wir wissen selbst wie schmerzlich das ist, worum wir Euch bitten. Niemand hat wirklich gerne im Fernsehen zugeguckt, wie unsere Mannschaft in Gelsenkirchen ohne unsere Unterstützung auskommen musste. Wir sind aber auch der Meinung, dass wir Fans uns hier gemeinsam positionieren und den Vereinen unseren Standpunkt klar machen müssen. Fußball muss bezahlbar sein - für alle.

      Der Boykott-Aufruf zuvor lautete:

      Hallo BVB Fans,

      wir rufen hiermit auf, Euch keine Karten für das Spiel HSV-BVB am Sonntag, 22. Januar 2012 zu kaufen. Trotz der Gespräche im Sommer können wir kein Einlenken bezüglich der unverschämten Hamburger Preispolitik feststellen.

      Wir werden den HSV schriftlich informieren und die Gründe für unser Handeln dargelegt. Darüber hinaus werden wir zeitnah eine ausführliche Stellungnahme an dieser Stelle veröffentlichen. Wir bitten Euch aber schon heute, Euch beim morgen beginnenden freien Vorverkauf nicht unnötig mit Karten einzudecken.

      Wir sind nicht mehr länger bereit, diese horrenden Preise zu bezahlen und rufen daher jeden BVB Fan auf, keine Karte für das Spiel in Hamburg zu erwerben. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen für faire Eintrittspreise setzen.

      Fußball muss bezahlbar sein!

      Mehr Informationen unter: keinzwanni.de

      Quelle: stadionwelt.de
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    • Fanabteiltung fordert Verurteilung der TSG Hoffenheim

      Die BVB Fanabteilung fordert, dass die TSG Hoffenheim durch den DFB-Kontrollausschuss in der Akustikaffäre bestraft wird. Zwar wird der verantwortliche Hausmeister strafrechtlich nicht belangt, aber eine Strafe durch den DFB wäre trotzdem möglich und durchaus auch nicht unüblich.

      Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme der BVB Fan- und Förderabteilung:

      DFB muss Meinungsfreiheit schützen

      Wegen „erwiesener Unschuld“ hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg ihre Ermittlungen im „Fall Hoffenheim“ eingestellt. Damit führen die vielen Anzeigen, die BVB-Fans im Anschluss an die Vorfälle vom 13. August 2011 unter anderem wegen Körperverletzung bei der Polizei Heidelberg gestellt hatten, nicht zu einer Anklageerhebung und damit auch nicht zu einer strafrechtlichen Verurteilung des Verantwortlichen. Doch nun wird es erst richtig spannend. Jetzt ist es an der Zeit, dass die gesamte Angelegenheit durch den DFB-Kontrollausschuss untersucht und bewertet wird.

      Am zweiten Spieltag der aktuellen Saison hatte der Hausmeister der Rhein-Neckar Arena laut eigenen Angaben eine Beschallungsanlage im Tunnel unter dem Gästeblock aufgestellt, um Schmähgesänge gegen die TSG Hoffenheim und ihren Mäzen Dietmar Hopp zu übertönen.

      Das schrille Geräusch wird einigen sicherlich noch bekannt sein, es hat aber, so besagt es ein Gutachten, keinen Einfluss auf die Gesundheit von uns Borussen haben können. Die maximale Dezibel-Stärke habe dafür nicht ausgereicht. Der zur Verantwortung gezogene Hausmeister muss damit keinerlei strafrechtliche Konsequenzen mehr befürchten, weil seine Handlung nicht ursächlich für den zumindest in einem Fall nachweislich erlittenen Tinnitus sein kann.

      Damit ist diese Angelegenheit aus unserer Sicht aber noch lange nicht abgeschlossen und vollständig aufgeklärt bzw. „gewürdigt“. Denn nur weil es einem Verein, seinen Zuschauern und den Mitarbeitern nicht gefällt, was andere Fans akustisch von sich geben, auch wenn dies inhaltlich noch so verwerflich ist, ist es nicht vertretbar, gleichzeitig zu Methoden zu ergreifen, die mit Demokratie, Meinungsfreiheit und einem Fußball-Bundesligaspiel nichts mehr zu tun haben. Dabei spielt es moralisch und verbandsrechtlich aus unserer Sicht keine Rolle, ob durch die Maßnahmen konkrete Körperverletzungen begangen wurden oder nicht.

      Die BVB | Fan- und Förderabteilung erwartet deshalb, dass der Deutsche Fußball Bund gemäß seiner Möglichkeiten Maßnahmen ergreift, die zeigen, dass auch innerhalb des DFB der Grundsatz der Meinungsfreiheit ein schützenswertes Gut darstellt. Es muss ein Zeichen gesetzt werden, damit alle Beteiligten erkennen, dass das Mittel der Selbstjustiz, weder des Vereins noch von einzelnen Mitarbeitern des Vereins, kein zulässiges Mittel ist.

      BVB | Fan- und Förderabteilung

      Quelle: stadionwelt.de
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    • 700 Kilometer fürs Radiohören

      Die Fans von Borussia Dortmund planen schon seit längerer Zeit den Boykott des Spiels beim Hamburger SV aufgrund der hohen Eintrittspreise. Nun gibt die Initiative „Kein Zwanni“ bekannt, dass ca. 1.000 Fans des BVB trotzdem nach Hamburg fahren wollen, um vor dem Stadion das Spiel im Radio zu verfolgen.

      Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme von „Kein Zwanni“:

      Fans fahren 350 km, um ein Fußballspiel nicht zu sehen
      Aus Protest gegen zu hohe Ticketpreise: BVB-Fans hören vor Stadion Radio

      350 Kilometer liegen zwischen Dortmund und Hamburg. Eine Entfernung, die Fans von Borussia Dortmund im Regelfall gerne auf sich nehmen, zählt doch die Hansestadt und das dazugehörige Auswärtsspiel alljährlich zu den absoluten Höhepunkten.

      Am 22. Januar, dem 18. Spieltag der Bundesliga-Saison, geht es für die BVB-Fans wieder Richtung Norden. Doch dieses Mal nicht, um das Spiel im Stadion zu sehen. Stattdessen werden sie während der Partie vor dem Stadion am Radio lauschen, wie sich ihr Verein schlägt. Das Bündnis „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ hat die Anhänger des Deutschen Meisters aufgerufen, das Spiel beim HSV zu boykottieren, um damit gegen die hohen Eintrittspreise von bis zu 84 Euro zu protestieren. Dass das sonst so begehrte Spiel immer noch nicht ausverkauft ist, zeigt, wie stark der Protest angenommen wird.

      Die Aktion, die auch von den Fans des Hamburger SV unterstützt wird, soll die Verantwortlichen beim HSV und anderen Vereinen daran erinnern, dass Fußball ohne Fans seinen Reiz und seine Attraktivität verliert.

      Am Spieltag selbst rechnen die Organisatoren mit rund 1.000 Fans, die die weite Tour auf sich nehmen, um ein Zeichen dafür zu setzen, dass Fußball ein Volkssport – und daher bezahlbar - bleiben muss.

      Quelle: stadionwelt.de
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    • BVB-Fans kritisieren Verfahrenseinstellung

      Der DFB Kontrollausschuss hat des Verfahren gegen die TSG Hoffenheim wegen der Beschallung von Gästefans, ebenso wie die Staatsanwaltschaft, eingestellt. Die BVB-Fanabteilung kritisiert den DFB dafür und sieht darin eine Beschneidung der Meinungsfreiheit.


      Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme der BVB-Fanabteilung:

      Kritik am DFB zum Schall-Urteil

      Ein halbes Jahr, nachdem es beim Gastspiel der Borussia in Hoffenheim zu einem Zwischenfall der besonderen Sorte kam, haben nun sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Kontrollausschuss des DFB die Verfahren gegen den Mitarbeiter der TSG Hoffenheim fallen gelassen. Für die BVB Fan- und Förderabteilung ein unbefriedigendes Ergebnis.

      Da das Ereignis nun schon einige Tage zurück liegt, möchten wir die Geschehnisse noch einmal Revue passieren lassen: Beim Spiel TSG Hoffenheim gegen Borussia Dortmund, gab es von Seiten des schwarz-gelben Anhangs mitunter Gesänge gegen den Hoffenheimer Verein und seinen Mäzen Dietmar Hopp. Einige Gesänge gingen durchaus unter die Gürtellinie und können von uns nicht gutgeheißen werden. Allerdings war die Hoffenheimer Reaktion auf sämtliche ablehnenden Hoffenheim-Gesänge ebenfalls mehr als grenzwertig. Sobald es zu Gesängen dieser Art kam, wurde über eine Lautsprecheranlage ein Piepton in den Dortmunder Gästeblock gesendet.

      Rückblick: Nur der Hausmeister soll Bescheid gewusst haben

      Im Nachgang hielten wir Rücksprache mit Fanvertretern anderer Vereine und mussten feststellen, dass die Reaktion kein Einzelfall gewesen war. Mindestens gegen Fans vom FSV Mainz und von Eintracht Frankfurt war das Gerät zur Übertönung ebenfalls im Einsatz. Nach einigen unhaltbaren Dementis im direkten Anschluss an erste Berichterstattungen, erklärte die TSG letztlich den Hausmeister der Rhein-Neckar-Arena als eigenverantwortlich handelnden Einzeltäter für verantwortlich.

      Zwar war der Piepton bis weit über den Gästeblock hinaus zu vernehmen und an seinem Standort, einem Fluchtweg, kaum zu übersehen, doch außer dem Hausmeister und einem Helfer wollte das Gerät niemand bemerkt haben. Zumindest niemand auf Hoffenheimer Seite.

      Letztlich konnte mittels eines Sachverständigengutachtens nachgewiesen werden, dass die Apparatur nicht gesundheitsschädigend war, weswegen das Verfahren der Staatsanwaltschaft sicherlich zurecht eingestellt wurde. Vom DFB aber hätten wir uns ein klares Zeichen pro Meinungsfreiheit gewünscht.

      Klares Zeichen für Meinungsfreiheit bleibt aus

      Leider blieb es aus, denn auch der DFB stellte sein Verfahren gegen die TSG Hoffenheim ein und wertete das Vergehen als geringfügig. Dies ist sicherlich kein wünschenswertes Ergebnis, da ähnlich geringfügige Vergehen dann mitunter doch sehr schnell und auch hart bestraft werden. So ließen sich z.B. Spieler unseres letzten Gegners im DFB-Pokal zu einem Gesang gegen den BVB hinreißen. Holstein Kiel erhielt für dieses Vergehen ziemlich zügig eine saftige Strafe.

      Nun, so sind sich Fans vieler Vereine einig, wirft die Angelegenheit nicht nur ein schlechtes Licht auf die TSG Hoffenheim, sondern auch auf den DFB. Manche Medienvertreter und Fans unterstellen dem DFB eine gewisse Nähe zur TSG Hoffenheim und den dort handelnden Personen; auch werden die Vorwürfe der Selbstjustiz der DFB-Gerichte durch das Urteil gestärkt.

      Nicht vorenthalten möchten wir auch eine Antwort des DFB auf einen Brief, mit dem ein BVB-Fan den Bund für sein Urteil kritisierte.

      „Sehr geehrter Fußballfan,

      danke für Ihren Kommentar zum Thema 1899 Hoffenheim. Lesen Sie zu Ihrer genauen Information bitte die News, die wir zu diesem Thema veröffentlich haben:
      dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=31210&tx_dfbnews_...
      Es ist nachweislich niemand gesundheitlich beeinträchtigt worden, dass hat ein unabhängiges Gutachten der Staatsanwaltschaft ergeben, die ihr Verfahren schon vorher eingestellt hatte. Im Übrigen hat auch Borussia Dortmund keine Strafe für die mehrmaligen Stadion-Schmähgesänge seiner Fans gegen Dietmar Hopp erhalten.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr DFB-Team“

      Als BVB-Fan muss man also froh sein, dass man für seine Kritik am Projekt-Hoffenheim nicht noch bestraft wurde. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass es in Ordnung ist, kritische Fans zu beschallen und so mundtot machen zu wollen. Solange es eben unter 90 Dezibel bleibt und nicht gesundheitsschädigend ist.

      Dass der DFB in seiner Begründung die wiederholten Schmähgesänge des Hoffenheimer Publikums gegen den BVB unterschlägt, passt da nur zu gut ins Bild.

      Mit diesem Urteil hat der DFB es unserer Meinung nach leider versäumt, ein richtiges und wichtiges Zeichen für die über Jahrzehnte entstandene Fankultur zu setzen. Schade.

      BVB Fan- und Förderabteilung im Februar 2012

      Quelle: stadionwelt.de
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    • BVB verurteilt homophobe Spruchbänder

      In einer Stellungnahme hat der BVB und die Fanabteilung homophobe Spruchbänder beim Heimspiel gegen Werder Bremen verurteilt. Der Verein will die Verursacher sanktionieren, zudem fordert er von den Verantwortlichen eine öffentliche Entschuldigung.

      „Wir und unsere Mitglieder stehen für einen toleranten, weltoffenen, vielseitigen und respektierenden Umgang untereinander. Wir verurteilen Gewalt und Rassismus. Wir wollen, dass Borussia Dortmund und die Fans ihren Teil für mehr Miteinander und weniger Gegeneinander in unserer Gesellschaft leisten“, heißt es in der Mitteilung des BVB. Der Club und die Fanabteilung berufen sich dabei auf die Satzung des Vereins.

      Auf den Spruchbändern, die kurz vor Ende der Partie in der Südtribüne gezeigt wurden war zu lesen „Gutmenschen, Schwuchtel, Alerta-Aktivist, wir haben euch im 20 gegen 100 gezeigt, was Fußball ist“ sowie „Lieber eine Gruppe in der Kritik, als Lutschertum und Homofick“. (Stadionwelt, 19.03.2012)
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    • Fans kritisieren Spruchbänder

      Beim letzten Heimspiel von Borussia Dortmund zeigten Fans auf der Südtribüne homophobe Spruchbänder (Stadionwelt berichtete). Die Initative Fußballfans gegen Homophobie kritisiert die das Verhalten einiger Dortmunder Ultras und der DFB bestrafte den BVB u.a. wegen der Plakate zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro.

      Stadionwelt dokumentiert die Pressemitteilung von Fußballfans gegen Homophobie:

      PM zu homophoben Banner in Dortmund

      Homophobe Banner von Dortmunder Ultras dürfen nicht toleriert werden
      „Verein muss sich von dem Banner distanzieren und Sanktionen gegen die betreffende Gruppe prüfen“

      Am vergangenen Samstag beim Heimspiel von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen wurden Banner mit homophoben Aufschriften von Ultra-Fans hochgehalten. Auf den Bannern war von „Gutmenschen“ und „Schwuchteln“ als Feindbild die Rede, zudem war zu lesen „Lieber ´ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick“.

      Hierzu erklären Torsten Siebert (Projektleiter „SOCCER SOUND“) und Christian Rudolph (Sprecher „Fußballfans gegen Homophobie“):
      „Aus unserer Sicht ist es ein absolutes Versäumnis seitens des Vereins, dass solche diffamierenden und diskriminierenden Banner in die Kurve gelangen konnten. Wir fordern die Vereinsführung von Borussia Dortmund auf, sich von dieser Aktion zu distanzieren und klar Stellung zu beziehen. Es sollte auch geprüft werden, ob Sanktionen gegen die betreffende Gruppe verhängt werden können. Solche Banner dürfen in keinem Stadion toleriert werden.“

      Quelle: stadionwelt.de
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    • DORTMUND –
      Borussia Dortmund hat mehrere Anhänger aus einer Ultra-Fangruppierung mit Stadionverboten von jeweils drei Jahren belegt.
      Nach Angaben des BVB vom Montag wurde damit auf ein beleidigendes und homophobes Transparent reagiert, das beim Spiel gegen Werder Bremen am 17. März auf der Südtribüne der Dortmunder Arena gezeigt wurde.
      Aufschrift: „Lieber eine Gruppe in der Kritik, als Lutschertum und Homofick“
      Die Ultra-Gruppierung, mit der der BVB ein Gespräch geführt hatte, sei für das Transparent verantwortlich gewesen.
      „Wir haben in diesem Gespräch einmal mehr sehr deutlich gemacht, dass Borussia Dortmund für Toleranz, Weltoffenheit und respektvollen Umgang mit jedermann steht“, erklärte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

      Quelle: express.de


      Dafür 3 Jahre Stadionverbot? Ich finde das ist deutlich zuviel. Hätte es nicht auch ein Jahr getan?
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    • Stadionverbote nach homophoben Plakaten

      Die Desperados Dortmund bekennen sich zu den homophoben Spruchbändern, die beim Spiel gegen Bremen gezeigt wurden. Medienberichten zufolge erhielten mehrere Mitglieder der Gruppe ein bundesweites Stadionverbot über drei Jahre. Die Gruppe gab nun eine Stellungnahme zum Thema ab.

      Auf der Homepage schreiben die Desperados, dass sie die besagten Spruchbänder in dieser Form nicht mehr zeigen würden, zeigen gleichzeitig aber wenig Verständnis für die Reaktion der Medien, die sich dem Thema annahmen. Auf ihrer Internetseite heißt es: „Wir möchten nochmals festhalten, dass die daraus entstandene Hysterie für uns nicht vorhersehbar und stellenweise auch nur schwer verständlich war.“ In der Stellungnahme beteuern die Dortmunder Ultras zuvor, dass sie Homosexuelle nicht diskriminieren wollten und keine Nazigruppe seien.

      Aus der Mitteilung geht ebenfalls hervor, dass die Spruchbänder auch innerhalb der Dortmunder Fanszene auf Kritik gestoßen sind. Die Desperados begründen das Zeigen der Plakate damit, dass sie Fangruppen von Werder Bremen, die für ihr Engagement gegen Homophobie bekannt sind, provozieren wollten. Borussia Dortmund wurde zuvor u.a. wegen der Plakate vom DFB-Sportgericht zu 20.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Die Webseite der Desperados ist größtenteils vom Netz. Lediglich die Stellungnahme zu den Spruchbändern ist dort noch zu lesen. (Stadionwelt 04.04.2012)
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    • Renovierungen am größten deutschen Stadion

      In der Sommerpause wird der Deutsche Meister Borussia Dortmund rund drei Millionen Euro in die Hand nehmen, um am SIGNAL IDUNA PARK mehrere Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten vorzunehmen. Unter anderem werden in der Osttribüne sieben neuen Logen errichtet.

      Wie das Fachmagazin SPONSORs auf seiner Website berichtet, sollen sie bereits vollständig vermarktet sein. Errichtet werden die Logen im ehemaligen Pressebereich des Stadions, ein Kostenrahmen von 500.000 bis 750.000 Euro wird für das Vorhaben genannt.

      Als „präventive und freiweillige“ Maßnahme bezeichet der Geschäftsführer der BVB Stadion GmbH, Christian Hockenjos, die Installation von zusätzlichen Stützen unter der oberen Hälfte des Unterrangs der Südtribüne. Sie sollen die Schwingungen vom Hüpfen der Fans abfedern. Zudem will der BVB bis 2016 jedes Jahr den Beton von einer der Tribünen sanieren, die Bausubstanz ist teilweise 38 Jahre alt.


      Auf der Agenda stehen außerdem der Einbau eines neuen Rasen-Unterbaus, eines neuen Systems zur Videoüberwachung von Fans, ein neues Schließsystem und entweder die Nachbesserung der bestehenden oder der Einbau einer neuen Lautsprecher-Anlage. Darüber hinaus rüstet der Club für die kommende Saison sein Bandensystem um und setzt zukünftig auf LED-Banden. Auf die Vermarktung der zweiten Reihe verzichten die Westfalen zudem.

      Quelle: stadionwelt.de
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    • Perfekt: Schieber wechselt zum BVB

      Stuttgart lässt Eigengewächs ziehen

      Der Wechsel von Julian Schieber vom VfB Stuttgart zum deutschen Meister Borussia Dortmund ist perfekt. Die Schwaben melden, dass sich beide Vereine "nach intensiven Verhandlungen nun auf einen Transfer" geeinigt hätten. Die Ablösesumme liegt nach kicker-Informationen bei 5,5 Mio. Euro. Schieber erhält beim BVB einen Vertrag bis 2016.

      Seit Wochen stand der Wechsel von Schieber nach Dortmund im Raum, nun ist es amtlich: Der 23-jährige Backnanger schließt sich dem Team von Trainer Jürgen Klopp an. Zuvor hatte Schieber dem VfB mitgeteilt, dass er seinen bis 2013 laufenden Vertrag nicht verlängern wolle und damit ein Angebot der Schwaben abgelehnt.

      Die müssen nun den Weggang einen Akteurs aus ihrer Talentschmiede verkraften. Sportdirektor Fredi Bobic: "Es fällt uns alles andere als leicht, ein Eigengewächs wie Julian ziehen zu lassen, aber er wollte seinen Vertrag beim VfB nicht verlängern. Deshalb ist der vorzeitige Wechsel für alle Beteiligten jetzt die beste Lösung." Bei den Transferverhandlungen konnten die Dortmunder ihre Position weitgehend durchsetzen. Mit 5,5 Mio. Euro liegt die Ablösesumme unter den von den Westfalen als Obergrenze angepeilten sechs Millionen.

      In Dortmund nimmt man den ehemaligen U-21-Nationalspieler mit Freude auf. "Wir freuen uns, in Julian Schieber einen jungen deutschen Spieler zu bekommen, der hervorragend in unser Team passt und eine große Perspektive besitzt", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Schieber, der seit 2006 für Stuttgart spielte und in der Saison 2010/2011 für ein Jahr an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen war, ist damit nach Oliver Kirch (1. FC Kaiserslautern), Nationalspieler Marco Reus (Borussia Mönchengladbach), Leonardo Bittencourt (Energie Cottbus) sowie dem Australier Mustafa Amini fünfter Neuzugang in Dortmund.

      Quelle: kicker.de
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    • BVB-Dauerkartenverkauf fast abgeschlossen

      Früher als je zuvor haben die Dauerkarteninhaber von Borussia Dortmund ihr Optionsrecht für die neue Saisonkarte wahrgenommen. Über 45.000 der im Vorjahr 53.500 verkauften Dauerkarten-Abos sind bereits verlängert worden. Damit ist der BVB-Dauerkartenverkauf fast abgeschlossen


      „Alle Formulare, die bis zum Stichtag 30. Juni bei uns eingehen, werden auch bearbeitet“, verspricht Ticketing-Leiter Matthias Naversnik in einer Pressemitteilung des Vereins. Wer seine Dauerkarte persönlich umtauschen und für die kommende Saison verlängern möchte, kann dies bis einschließlich Samstag, 30. Juni, in der BVB-Geschäftsstelle am Rheinlanddamm erledigen. Nach dem Ablauf der Umtauschfrist wird es vor Ort keinen freien Dauerkarten-Verkauf geben. Bei 54.000 Dauerkarten wird der Vorverkauf gestoppt. (Stadionwelt, 28.06.2012)
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    • Die Initative „Kein Zwanni“ fordert erneut alle Fans von Borussia Dortmund auf dem Spiel gegen den Hamburger SV fernzubleiben, da die Stehplatzkarten über 20 Euro und die Sitzplätze zwischen 40 und über 100 Euro kosten. Bereits letzte Saison standen 500 BVB-Fans vor den Toren.


      Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme von Kein Zwanni:

      Boykott in Hamburg - "Kein Zwanni" lädt Euch ein

      Seit längerem bereits sind die Ticketpreise des Hamburger SV ein Ärgernis für Fans, genehmigt sich der HSV doch in unschöner Regelmäßigkeit kräftige Topzuschläge. Unter den extremsten Auswirkungen hatten zuletzt nur die Fans des FC Bayern zu leiden, doch nun sind auch wir Borussen betroffen. "Kein Zwanni" ruft daher zum Boykott des Spiels auf. Im Rahmen einer Infoveranstaltung wollen wir mit Euch darüber sprechen.

      WO?
      In der "Kaktus-Farm", Wilhelmstraße 24, 44137 Dortmund, kaktus-farm.de (Die Kaktusfarm ist vom Hauptbahnhof zirka 15 Minuten Fußweg entfernt. Von den U-Bahn-Stationen "Westentor", "Unionstraße" oder "Städtische Kliniken" aus seid Ihr in gut fünf Minuten da. Parkplätze findet Ihr in der Nähe des U-Turms.)

      WANN?
      Am kommenden Dienstag, den 31. Juli 2012, der Beginn ist um 19 Uhr

      Beinahe traditionell gehört der HSV zu den Preistreibern der Liga, weswegen wir uns seit längerem im Gespräch mit den Hamburger Offiziellen befinden. Insbesondere die variable Preisgestaltung mit extremen Zuschlägen und die vor zwei Jahren eingeführte Sonder-Premium-Preiskategorie "A+" sind den "Kein Zwanni"-Vertretern seit jeher ein Dorn im Auge. Als minimales Entgegenkommen seitens der HSV-Verantwortlichen wurden die Stehplatzpreise dieser neu geschaffenen Kategorie A+ auf das Niveau der darunter liegenden und früheren Spitzen-Kategorie A gesenkt.

      Zufriedenstellend ist dies sicherlich nicht, bedeutet doch selbst diese Senkung noch Stehplatzpreise von über 20 Euro inklusive Gebühren. Auch wer das Spiel im Sitzen verfolgen möchte oder gar muss, muss sehr tief in die Tasche greifen.

      Aus diesem Grund hat "Kein Zwanni" bereits im Januar zum Boykott des BVB-Auswärtsspiels in Hamburg aufgerufen. Hunderte Borussen waren dem Aufruf seinerzeit gefolgt, etwa 500 davon reisten dennoch in die Hansestadt an, um vor den Stadiontoren im Regen stehend das Spiel am Radio zu verfolgen. Wie uns Hamburger Fans später berichteten, blieben im Stadion des HSV sichtbar Plätze unbesetzt.

      Sowohl davor wie auch danach haben wir den Gesprächsfaden mit dem HSV dabei nicht abreißen lassen, konnten bei der Vereinsführung jedoch kein Umdenken in der Preisfrage erreichen. Im Gegenteil.

      Aus Dortmunder Sicht ist nun der vorläufige negative Höhepunkt erreicht: Auch das Spiel unseres BVB bei den Hanseaten kommt nun in den zweifelhaften Genuss der Spitzenkategorie A+. Und was das bedeutet, haben die Verantwortlichen des HSV dankenswerterweise auch grafisch zusammengefasst: Gegenüber dem ersten Heimspiel der Hamburger gegen den 1. FC Nürnberg kosten die Eintrittskarten im Spiel der Borussia teilweise das Doppelte. So ist der günstigste Sitzplatz erst ab 40 Euro zzgl. Gebühren zu haben (20 Euro kostet derselbe Platz gegen den FCN), das teuerste Ticket ist inklusive Vorverkaufsgebühr sogar dreistellig: 103,40 Euro kosten die Plätze dann.

      Auf den Stehplätzen bleiben die Preise konstant hoch: 20,90 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr müssen für einen Platz im kleinen Stehplatzeck hingeblättert werden. Das ist dank des Entgegenkommens des HSV derselbe Preis wie im Vorjahr in der Preiskategorie A, insgesamt aber immer noch um mehr als ein Drittel höher als in der Nürnberg-Partie.

      Na schönen Dank auch!

      Durch Preisgestaltungen wie die des Hamburger SV sieht "Kein Zwanni" das Wesen des Fußballs als Volkssport in Gefahr. Wir empfinden den verbindenden Charakter dieses Sports über alle Bevölkerungsschichten und Einkommensklassen hinweg als hohes Gut, das es zu schützen gilt. Eintrittspreise, die von vorn herein Teile der Gesellschaft ausschließen und so zu einer sozialen Selektion führen, betrachten wir als Bedrohung des Fußballs, wie wir ihn kennen und lieben.

      Beim Hamburger SV wie auch bei anderen Vereinen wird eine ungute Entwicklung deutlich, der wir als Fans frühzeitig Einhalt gebieten wollen, bevor es zu spät ist.

      Wir möchten daher alle Borussen bitten, sich uns anzuschließen und dem Spiel fernzubleiben. Wir wissen, dass dieser Verzicht schwer fällt. Wir selbst haben es im Januar am eigenen Leib erfahren. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass nur ein sehr deutlicher Protest geeignet ist, um die beschriebene Entwicklung zu stoppen.

      Über das Für und Wider des Boykotts und über ein mögliches Alternativprogramm am Spieltag wollen wir uns gerne am kommenden Dienstag mit Euch austauschen. Wir würden uns freuen, möglichst viele von Euch in der Kaktusfarm begrüßen zu können.

      Quelle: stadionwelt.de

      So sehr ich den Verein ja auch hasse aber es ist geil wie die Fanszene das durchdrückt!
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    • Karte kaufen und Spiel boykottieren

      Die Fans von Borussia Dortmund haben nun neue Details zum Boykott des Spiels beim Hamburger SV bekanntgegeben. Die BVB-Fans rufen dazu auf keine Sitzplatzkarten zu kaufen, da diese zwischen 40 und 94 Euro kosten. Auch die Fans auf den Stehplätzen sollen das Spiel bei Anpfiff verlassen.

      Stadionwelt dokumentiert die Stellungnahme von Kein Zwanni:

      BVB-Fans rufen zum Boykott der Sitzplätze beim Spiel gegen den HSV auf! Stehplatzbesucher solidarisieren sich!

      Am 31.07. fand in der "Kaktusfarm" in Dortmund ein Treffen von über 200 BVB-Fans statt, die gekommen waren, um über Protestmaßnahmen im Rahmen der Aktion "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" zu beraten. Konkreter Anlass waren Aktionen gegen die hohen Ticketpreise beim Spiel von Borussia Dortmund beim Hamburger SV. Auf der zweistündigen Sitzung wurden folgende Maßnahmen mit großer Mehrheit beschlossen:

      Auf Grund der hohen Preise von 40 bis 94 Euro netto (ohne Vorverkaufsgebühr) für das Spiel HSV gegen den BVB wird ein Boykott der Sitzplätze beschlossen. Alle BVB-Fans werden aufgerufen, auf den Kauf von Sitzplatzkarten zu verzichten und so ein Zeichen gegen den Ticketwucher zu setzen. Angesichts des Umstandes, dass die Stehplatzpreise für das Spiel zwar enorm hoch sind, der HSV sich da aber in der Vergangenheit bewegt hatte und der Tatsache, dass der BVB die Auswärtsdauerkarten nicht zurück nehmen wird, verzichten wir auf einen Kaufboykott des Stehplatzbereiches. Doch "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" ist eine Aktion, die sich ausdrücklich auch auf die Sitzplätze bezieht. Es ist für uns daher nicht vorstellbar, dass im Stehplatzbereich Fußball geschaut wird, während parallel ein Boykottaufruf für die Sitzplätze läuft. Mit Toreöffnung werden wir den Stehplatzbereich betreten, aber pünktlich zum Anpfiff unsere Plätze räumen und vor dem Stadion unserem Protest Ausdruck verleihen. Wir wollen und werden damit im Stadion ein deutliches Zeichen der Solidarität mit denjenigen setzen, die sich am Sitzplatzboykott beteiligen und dem HSV die Grundlage für das "Spektakel", das er teuer verkaufen will, entziehen.

      Der HSV ruft ja auch deswegen so hohe Preise auf, weil das Spiel des Hamburger SV gegen Borussia Dortmund das Aufeinandertreffen zweier stimmungsvoller Kurven ist. Zumindest die Dortmunder Seite wird dem HSV diese stimmungsvolle Kulisse entziehen. "Kein Zwanni" bittet alle BVB-Fans nach Hamburg zu kommen, um dem HSV-Vorstand zu zeigen, dass wir unseren Protest so lange fortsetzen werden bis der HSV sich für Lösungen öffnet.

      Zusammenfassend unser Aufruf an die BVB-Fans:

      Kauft keine Sitzplatzkarten in Hamburg!
      Wenn Ihr Stehplatzkarten habt, verlasst den Block mit Anpfiff!
      Kommt nach Hamburg und beteiligt Euch am Protest vor dem Stadion!

      Ein paar Worte an die HSV-Fans
      Wir müssen leider erneut beim Spiel gegen den HSV zum Boykott aufrufen! Uns blutet das Herz bei dieser Maßnahme, denn sich mit Euch zu messen ist immer einer der Höhepunkte der Saison. Wir hoffen aber, dass Ihr Verständnis dafür habt, dass diese Maßnahmen alternativlos sind angesichts der Tatsache, dass der HSV die Preise für uns in dieser Saison noch einmal erhöht hat. Diese Maßnahme richtet sich nicht gegen den HSV als Verein, sondern wir wollen gemeinsam mit Euch für Ticketpreise bei allen Vereinen kämpfen, die den Fußball als Volkssport erhalten. Uns ist klar, dass Ihr nicht mit uns das Spiel vor den Toren verfolgen werdet, aber wir würden uns sehr über ein deutlich sichtbares Zeichen der Solidarität im Stadion freuen.

      Quelle: stadionwelt.de
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    • Lebenslanges Stadionverbot?

      Borussia Dortmund gab nun bekannt, dass nach dem Zeigen eines rechten Spruchbands ein runder Tisch gegen rechte Tendenzen gegründet wurde. Der Verursacher erhielt bereits ein Stadionverbot, das der BVB gerne lebenslang aufrechterhalten möchte. Die Fanabteilung bezog ebenfalls Stellung.

      Stadionwelt dokumentiert die Mitteilung von Borussia Dortmund und der BVB-Fanabteilung:

      Mitteilung von Borussia Dortmund:

      Runder Tisch gegen rechtsextreme Tendenzen im Stadion Nach der Zurschaustellung je eines Plakates mit rechtsextremem Hintergrund auf den Tribünen während des DFB-Pokalspiels in Bremen gegen Oberneuland und des Bundesligaspiels gegen Werder Bremen hat Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund am heutigen Mittwoch sowohl die Stadt Dortmund als auch die Dortmunder Polizei zu einem „Runden Tisch“ geladen. „Wir werden uns sehr zeitnah – und auch mit anderen Institutionen, die an der Durchführung eines Bundesligaspiels beteiligt sind – zusammensetzen, und darüber diskutieren, wie wir effektiver gegen rechtsextreme Tendenzen auf den Tribünen vorgehen können“, betont Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation beim BVB. Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, unterstreicht: „Wir müssen und wir werden diesen Sumpf trockenlegen. Es gilt nun, schnell und konsequent zu reagieren.“ Am Freitag hatte ein 27-Jähriger Dortmunder am Rand der Südtribüne ein Plakat mit der Aufschrift „Solidarität mit dem NWDO“ entrollt. Besagte Abkürzung steht für den in der vergangenen Woche aufgrund seiner rechtsextremen Ideologie verbotenen Nationalen Widerstand Dortmund. Dank der erstmals genutzten hochauflösenden neuen Kameratechnologie im Signal Iduna Park konnte der BVB der Polizei erstklassiges Bildmaterial zur Verfügung stellen, das letztlich zur Ermittlung des Tatverdächtigen führte. Der 27-Jährige wird durch Borussia Dortmund ab sofort mit einem Stadionverbot belegt. Es ist der Anspruch und der Wunsch des Deutschen Meisters, dieses Stadionverbot nach Prüfung der rechtlichen Gegebenheiten in lebenslanger Form auszusprechen.

      Mitteilung der BVB-Fanabteilung:

      Stellungnahme: Courage gegen Nazis

      „Borussia verbindet Generationen, Männer und Frauen, alle Nationen.“ So heißt es in einem Fanlied von Borussia Dortmund. Doch es gibt eine Minderheit in Dortmund, die die Grundwerte unseres Vereins, unseres Fanseins, aber vor allem Begriffe wie Toleranz, Vielfalt und Demokratie mit Füßen tritt.

      NWDO PlakatDiese Werte sind nicht nur in der Verfassung verankert, sondern sind vor allem auch Bestandteil unserer Vereinssatzung. Unserer Ansicht nach sollte jeder Borusse sie verinnerlicht haben und nach ihnen leben.

      Am Freitag im Rahmen des Bundesligaspiels gegen den SV Werder Bremen haben wieder einmal einige Leute die Südtribüne dazu missbraucht, ihr braunes Gedankengut zu proklamieren. Dieses Verhalten und die damit einhergehende Unverfrorenheit erfüllt uns mit Scham und lässt uns bestürzt, ja zutiefst beunruhigt auf die kommende Saison blicken.

      Stadionordnung wurde bereits geändert - Täter sollen überführt werden

      Für die BVB | Fan- und Förderabteilung ist das der Grund, sich an dieser Stelle erneut ausdrücklich gegen Rassismus und Gewalt zu stellen und alle Fans des BVB dazu aufzufordern, dies ebenfalls zu tun.

      Es ist noch nicht lange her, seit die BVB | Fan- und Förderabteilung sich genötigt sah, eine ganz ähnliche Stellungnahme zu verfassen. Seitdem hat sich in Dortmund bereits einiges getan. Der BVB hat auf unsere Bitte reagiert und die Stadionordnung geändert. Seit dieser Saison ist das Verbot, Gegenstände mit rechtsradikalen, gewaltverherrlichenden und rassistischen Schriftzügen oder Emblemen in unserem Stadion zu tragen, nochmals verschärft worden und umfasst nun ausdrücklich Kleidung, die eindeutig der rechten Szene zuzuordnen ist, sowie Fanutensilien der Gruppierung „Borussenfront“.

      Darüber hinaus hat der BVB ein neues Kameraüberwachungssystem im Stadion installiert, mit dem es zukünftig gelingen soll, explizit auch solche Verstöße, wie sie am Freitag vorgekommen sind, aufklären und die Schuldigen identifizieren zu können. Entsprechende Maßnahmen sind bereits eingeleitet.

      Courage zeigen - auch in- und außerhalb des Stadions

      Shirt Abpfiff für RechtsAber wir sind – und das führt uns das Ereignis vom Freitagabend deutlich vor Augen – trotz dieser Maßnahmen noch lange nicht am Ziel. Am kommenden Wochenende findet in Dortmund das jährliche Friedensfest statt. Dort muss es unser aller Ansinnen sein, gemeinsam für kulturelle Vielfalt und ein respektvolles und friedliches Miteinander einzutreten. Die BVB | Fan- und Förderabteilung hat sich bereits im vergangenen Jahr mit der Aktion „Abpfiff für Rechts“ stark engagiert und wird sich auch in der kommenden Woche wieder am Friedensfest beteiligen.

      Aktionen wie diese sind wichtig. Aber vor allem geht es darum, tagtäglich die Herausforderung anzunehmen, im richtigen Moment aufzustehen und sich klar gegen jede Form von rechtsradikalem Gedankengut, Rassismus und Antisemitismus zu stellen.

      Wir fordern alle Fans von Borussia Dortmund auf, ein solch unsägliches Verhalten nicht stillschweigend zu tolerieren. Lasst uns gemeinsam zeigen, dass solche Ansichten bei uns nichts zu suchen haben und dass diese Personen unseren Fußball nicht für ihre Zwecke missbrauchen dürfen.

      BVB| Fan- und Förderabteilung

      Quelle: stadionwelt.de
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