Julian Brandt #19

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    • Julian Brandt #19

      Erst das Debüt in der Bundesliga, dann in der Champions League - und das mit
      17 Jahren: Julian Brandt hat bei Bayer Leverkusen den nächsten Schritt
      in seiner Karriere gemacht. Im sport.de-Interview
      spricht der Youngster über die Gründe für seinen Wechsel nach
      Leverkusen, seinen rasanten Aufstieg und sein Idol Marco Reus.

      Herr Brandt, obwohl es für Bayer momentan nicht rund läuft, dürften
      Sie mit Blick auf die letzten Wochen ganz zufrieden sein. Vier
      Kurzeinsätze in der Bundesliga, dazu sogar schon Luft in der Champions
      League geschnuppert. Wie zufrieden
      sind Sie mit Ihrer persönlichen Entwicklung?

      Ich bin sehr zufrieden. Zu diesem Zeitpunkt schon so regelmäßig bei den
      Profis dabei zu sein - damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Ich
      genieße die Zeit und versuche, davon zu profitieren. Meiner Entwicklung
      kann das nur gut tun.

      Wie belastend ist es für Sie als junger Spieler, wenn die Ergebnisse nicht stimmen?

      Egal ob jung oder erfahren - kein Spieler mag es, wenn die Ergebnisse
      nicht stimmen. Ich versuche, mich im Training und im Spiel voll
      reinzuhängen und meinen Teil dazu beizutragen, dass sich das wieder
      ändert.

      Sportlich sind Sie angekommen, wie sieht es privat aus? Haben Sie eine Wohnung in Leverkusen gefunden oder wohnen Sie noch im Hotel?

      Nein, ich habe inzwischen meine eigenen vier Wände.

      Wie schwer fällt es, dass die alten Kumpels nicht mehr in Reichweite sind?

      Natürlich vermisst man ab und zu den persönlichen Kontakt zu seinen
      Freunden. Aber wir leben im 21. Jahrhundert. Da kann man schon ganz gut
      Kontakt halten. Darüber hinaus mache ich auch viel mit meinen
      Mannschaftskameraden. Das passt alles.

      Und mit Spielern wie Simon Rolfes oder Stefan Kießling haben Sie auch
      gestandene Profis an Ihrer Seite. Inwieweit können Sie von den
      Erfahrungen der Etablierten profitieren?

      Es ist fantastisch, mit solchen Leuten zu trainieren und auch zu
      spielen. Sie haben immer ein offenes Ohr, geben mir Tipps. Wir haben
      viele Nationalspieler aus den unterschiedlichsten Ländern. Deren
      Erfahrungen sind für einen jungen Spieler wie mich viel wert.

      Angeblich waren unter anderem auch Borussia Dortmund, der FC Bayern
      und der FC Chelsea an Ihnen dran. Warum haben Sie sich für Leverkusen
      entschieden?

      Viele sehr junge Spieler haben sich in Leverkusen extrem gut weiter
      entwickelt. Hier bekommt man die Chance, die man bei anderen Vereinen so früh vielleicht nicht bekommt. Das Konzept in Leverkusen hat mich überzeugt. Das ist ein Top-Verein. Der erste Kontakt war super. Und als ich mir hier alles angeschaut habe, da hat einfach alles gestimmt.


      Dank an Wolfsburg und den DFB Rudi
      Völler bezeichnete Sie nach Ihrer Verpflichtung als "einer der
      talentiertesten Nachwuchsspieler im deutschen Fußball". Belasten solche
      Aussagen oder ist es ein zusätzlicher Ansporn?

      Es spornt mich natürlich an. Ich laufe nicht über den Platz und denke an
      Druck, der auf mir lasten könnte. Ich will Spaß haben, ich will Fußball
      spielen. Und ich habe noch viel Zeit. Natürlich will ich etwas
      erreichen. Aber ich sehe die Dinge ganz locker.

      Sami Hyypiä lobt vor allem Ihre Schnelligkeit und Technik. Wo liegen sonst noch Ihre Stärken?

      Ganz ehrlich: Ich mag mich nicht hierhin stellen und über meine
      möglichen Stärken reden. Das sollen andere machen, wenn sie es wollen
      oder müssen.

      Und in welchem Bereich ist noch Luft nach oben?

      In allen Bereichen. Ich bin 17 Jahre alt…

      Sie haben sich von Ihrer Spielweise selbst mal mit Marco Reus verglichen - ein Vorbild für Sie?

      Marco Reus ist für mich ein Vorzeigespieler. Ich schaue ihn mir sehr
      gerne an, aber vergleichen möchte ich mich nicht mit ihm. Wir spielen
      halt auf der gleichen Position. Er ist einfach ein sehr guter Spieler -
      ja, deshalb kann ich ihn mir durchaus auch als Vorbild vorstellen.

      Wenn man sich Ihren Werdegang anschaut, ist es schon ein bisschen
      überraschend, dass Sie mit 17 Jahren in der Bundesliga spielen: Bis zu
      Ihrem 14. Lebensjahr kickten Sie noch für den Bremer Vorortverein FC
      Oberneuland. Wie erklären Sie sich Ihre rasante Entwicklung?

      Ich bin mit 15 Jahren nach Wolfsburg gegangen. Wir hatten dort
      Spitzenmannschaften, mit tollen Trainern und Verantwortlichen. Ich bin
      dem Verein wirklich sehr dankbar. Dass es so schnell gehen würde mit meiner Entwicklung, hätte ich selbst nicht gedacht.

      Welche Rolle hat der DFB in den letzten Jahren gespielt?

      Eine sehr große Rolle. Eine wichtige Erfahrung war die U17-EM 2012.
      Derartige Turniere bringen einen voran, es gibt wichtige Spiele, in
      denen man viel lernt. Und es ist immer etwas Besonderes, für die
      Nationalmannschaft zu spielen.

      Im Vergleich zu einigen Ihrer Kollegen in der U19 haben Sie schon in
      der Bundesliga gespielt. Verstehen Sie sich in der Nationalmannschaft
      als Führungsspieler?

      Ich bin ein Jahr jünger als die meisten, von daher sehe ich mich nicht
      als Führungsspieler. Wenn allerdings Fragen kommen zur Bundesliga, dann
      erzähle ich den anderen gerne davon.

      In einer paar Monaten wartet mit der U19-EM in Ungarn schon das nächste Highlight. Wie lauten die Ziele für das Turnier?

      Zuerst einmal konzentriere ich mich auf die Ziele von Bayer 04
      Leverkusen und versuche, hier mein Bestes zu geben. Danach geht es
      darum, mit der U19 die Eliterunde in Spanien zu gewinnen, um uns für die
      EM in Ungarn zu qualifizieren. Das ist kein Selbstläufer, sondern die
      nächste große Herausforderung. Diesen Schritt sollten wir machen, bevor
      wir uns mit dem nächsten beschäftigen.

      Quelle:RTL.de
    • BRANDT ZUM FC BAYERN? DAS SAGT SEIN VATER

      Der FC Bayern ist offenbar scharf auf eine Verpflichtung von Julian Brandt. Im Sommer wäre der Youngster von Bayer Leverkusen aufgrund einer Ausstiegsklausel wohl für 12,5 Millionen Euro zum Schnäppchenpreis zu haben. Sein Vater und Berater Jürgen Brandt dementiert eine Einigung mit dem Rekordmeister. "Julian hat weder den Bayern noch einem anderen Klub eine Zusage gegeben. Er lässt sich bei seiner Entscheidung die Zeit, die er braucht", so der Vater des Bundesliga-Profis gegenüber Der Westen. Auch ein Verbleib in Leverkusen scheint nicht ausgeschlossen. "Bayer ist genau der Verein, den er braucht. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er dort noch etwas bleiben möchte", sagte sein Vater.

      Quelle: sport.sky.de
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