Roger Schmidt und sein Team

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    • vitacolahasser schrieb:

      "Nein, nein ist schon normal zu Ende gewesen.
      Bisschen regen schadet ja nicht."
      Darauf hin habe ich gesagt: "Sehr gut, Fussball ist ja auch kein schönwetter-Sport und die Jungs sind Profis."
      Daraufhin hat er gegrinst und is weiter...

      Ich finde den gut bisher!


      Marcel hat recht, er wusste ganz genau was du hören wolltest ;)
      Ob ich ihn gut finde oder nicht, kann ich jetzt noch gar nicht sagen. Mal sehen was die ersten Spiele unter seiner Leitung so bringen.
      It's about to be legendary

    • Mit Athletik und Spaßfußball zum Erfolg

      Zell Am See-Kaprun.

      Mit Oliver
      Bartlett hat der neue Trainer von Bayer Leverkusen, Roger Schmidt, einen
      namhaften Athletik-Experten zu seinem Co-Trainer gemacht. Beinahe wäre
      der 45-Jährige zuvor einem Angebot von Arsenal London erlegen.

      Das Wort Pressing und der Name Roger Schmidt stehen in kausalem
      Zusammenhang. Ein Satz mit einem der beiden Bausteine kommt quasi nicht
      ohne den anderen aus. Für Bayer 04 Leverkusen ist deshalb Oliver
      Bartlett ein ganz entscheidender Mann. Cheftrainer Roger Schmidt brachte
      den 45-Jährigen von Red Bull Salzburg mit. Bartlett trägt die
      offizielle Bezeichnung Co-Trainer/Athletik - und legt auf die zweifache
      Bedeutung Wert. "Es signalisiert den Spielern auch, wie wichtig die
      Athletik ist und wie nahe sie mit unserer Spielidee verknüpft ist", sagt
      Bartlett. In Österreich kommt ihm entscheidende Bedeutung zu. "Wir
      wollen attraktiven, lauffreudigen, schnellen Fußball spielen - und das
      über 90 Minuten", sagt er.

      Dafür werden derzeit in Zell am See-Kaprun die Grundlagen gelegt.
      Beinahe wäre es anders gekommen: Arsenal London war sehr interessiert an
      Bartlett, es wäre eine Aufgabe in seiner Heimatstadt gewesen. "Als
      gebürtiger Engländer war das natürlich eine Versuchung. Es ist ein
      Top-Klub in der Premier League und Arsène Wenger ist ein überragender
      Trainer", sagt Bartlett. "Aber Bayer muss sich nicht verstecken. Am Ende
      hat die überragende Zusammenarbeit, die ich mit Roger Schmidt ein Jahr
      in Salzburg erlebt habe, den Ausschlag gegeben."

      Nun trägt er das Bayer-04-Zeichen auf der Brust und seine
      Initialen "OB" daneben. Die Voraussetzungen und Ausstattung, die
      Bartlett in Leverkusen vorgefunden hat, seien "hervorragend". "Roger
      Schmidt und ich haben eine ganz bestimmte Vorstellung von Fußball und
      eine ganz bestimmte Vorstellung von Athletik, die dafür nötig ist", sagt
      Bartlett. Dafür sei kein großer Umbau in der Bayer-Ausstattung nötig
      gewesen. Schmidt vertraut dem Mann, der bereits für die deutsche
      Nationalmannschaft und Borussia Dortmund tätig war. Zwar sei das
      Zusammenspiel mit Roger Schmidt "einmalig", doch die letzte Entscheidung
      treffe immer der Chefcoach, so Bartlett.

      "Mein Ziel ist es, die Auswahl für den Trainer so schwer wie
      möglich zu machen. Der Kader soll so fit sein, dass die Fitness keinen
      Ausschlag gibt, wer spielt und wer nicht", erklärt der Sohn einer
      Engländerin und eines Australiers. Der Ersteindruck, den er in den
      ersten Wochen gesammelt hat, lässt ihn jedenfalls hoffen: "Wir sind sehr
      zuversichtlich. Die Spielerqualität ist sehr gut." Ob jemand über die
      Sommerpause geschlampt hätte und nicht mit der nötigen Grundfitness
      zurückgekehrt sei, wollte Bartlett nicht konkret beantworten: "So etwas
      ist schwer für mich zu sagen, weil ich nicht weiß, wie der Stand vorher
      war. Das von außen zu beurteilen, ist nicht korrekt. Aber was ich sagen
      kann, ist, dass die Jungs sehr gut mitziehen. Es ist erfreulich zu
      sehen, welche Fortschritte wir in den ersten zwei Wochen gemacht haben."
      Bis das Team aber die Athletik besitzt, die sich Schmidt und Bartlett
      vorstellen, kann es noch etwas dauern. "Im Grunde kann man in einer
      Saison schon viel bewerkstelligen", sagt Bartlett, verweist aber auf
      seine Zeit in Dortmund, wo es länger gedauert hat.

      "Die Trainingsformen von Roger Schmidt erlauben mir aber schon
      viel zu machen", sagt Bartlett und spricht wieder das Zauberwort
      Pressing an: "Das Schöne ist doch, dass unsere Art Fußball zu spielen,
      den Spielern Spaß macht, den Zuschauern Spaß macht und mit aller
      Wahrscheinlichkeit auch noch erfolgreich ist."


      Quelle: RP
    • Leverkusen – Cool? Oder kalt? Wer ist dieser Roger Schmidt (47), der mit seinem
      spektakulären Angriffsfußball für Furore sorgt? Wir sprachen mit dem
      Trainer von Bayer Leverkusen über seinen VW-Käfer, die Liebe zum Fußball
      und den Titeltraum.

      Wie geht es Ihrem Käfer Cabrio?

      Ich habe ihn bereits seit zwei Jahren nicht mehr gefahren. Der steht in
      Paderborn, in der Garage. Er hat keinen perfekten Zustand, aber ich habe
      ihn bereits seit 18 Jahren. Verkauft wird er nicht.

      Schrauben Sie selber?

      Nein. Zurzeit fahre ich ihn nur alle zwei Jahre zum TÜV. Da geht nichts kaputt.

      So ein altes Auto deutet auf einen Gefühlsmenschen hin. Sie wirken nach außen eher distanziert. Täuscht der Eindruck?

      (lacht) Ich weiß nicht, ob ich distanziert wirke. Bewusst mache ich das
      jedenfalls nicht. Wenn du als Trainer alle drei Tage ein Spiel hast,
      bleibt dir allerdings nur wenig Zeit, dich mit anderen Dingen zu
      beschäftigen.

      18-Jährige werden ins Spiel geworfen, können sportlich mithalten. Aber ihre Persönlichkeit hält
      nicht Schritt. Ist das ein Problem?

      Das kommt auf den Charakter des Spielers an. Hakan Calhanoglu zum Beispiel kann sehr gut damit umgehen.

      Calhanoglu wurde von seinem Mitspieler Gökhan Töre mit einer Waffe bedroht, jetzt
      wurde er nicht nominiert für die Türkei. Können Sie das verstehen?

      Es ist wie im Leben: Man sollte darüber sprechen. Der türkische Verband
      muss entscheiden, wie er damit umgeht. Der Spieler ist machtlos. Zur
      Zeit gibt es keine Rückmeldung. Hakan und Ömer Toprak müssen das
      akzeptieren. Sie können sich schließlich nicht selber einladen.

      Calhanoglu ist 20 Jahre jung, was macht ihn so Außergewöhnlich?

      Er ist sich sicher in seiner Meinung und hat ein Gefühl dafür, in extremen
      Situationen authentisch zu handeln. Es ist ungewöhnlich, dass ein so
      junger Spieler so weit ist in einer Persönlichkeit.

      Wie sehen Sie Ihre Mannschaft?

      Ich habe eine mutige Mannschaft. Die Spieler haben die neue Spielweise aus
      Überzeugung angenommen. Das zeigt, dass sie großen Willen haben, anders
      zu spielen.

      Ihr Fußball erinnert ein wenig an den Dortmunder-Stil...

      Ja. Damit habe ich auch kein Problem. Das ist eben geiler Fußball. Damit
      kann man erfolgreich sein und Außergewöhnliches erreichen, wenn man es
      perfektioniert hat. Dortmund wäre nicht zweimal Meister geworden, wenn
      sie gespielt hätten, wie alle anderen.

      Dann könnte Bayer auch Meister werden?

      (lacht) Da habe ich Ihnen eine Steilvorlage gegeben. Aber im Ernst: Wenn wir es
      perfektioniert haben, warum nicht? Natürlich will ich einen Titel
      gewinnen. Ich träume schon von etwas, das ich auch in der Hand halten
      kann.

      Aber Bayern München gilt als unschlagbar...

      Unschlagbar sind sie nicht! Du kannst gegen sie gewinnen. Aber über eine komplette
      Saison mit 34 Spielern besser zu sein ist schwer. Man hat auch den
      Eindruck, dass sie von Jahr zu Jahr besser werden. Sie holen sich die
      richtigen Spieler, wenn sich einer verletzt, kommt die nächste Granate.

      Also chancenlos.

      Nein. Wenn man mal an den Bayern kratzen will, muss man etwas anders machen,
      als einfach nur gut zu stehen und vielleicht vor lauter Glück ein Tor zu
      erzielen. Man muss sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Und
      unmöglich ist Nichts. Atletico Madrid hätte gegen Real Madrid im
      Champions-League-Finale gewonnen, wenn der Schiedsrichter nicht so lange
      hätte nachspielen lassen.

      War ein Wechsel von Salzburg zum 1. FC Köln ein Jahr zuvor für Sie eine Option?

      Damals schon. Ich hatte sehr gute Gespräche mit den FC-Verantwortlichen. Nur
      hatte ich einen Vertrag in Salzburg. Außerdem haben sie ja jetzt mit Peter Stöger einen sehr guten Trainer.

      Wie sehen Sie seine Arbeit?

      Aufzusteigen ist schwer, weil die Erwartungen so groß sind. Aber das hat er gut
      gemeistert. Mit seiner Gelassenheit passt er sehr gut zum FC.

      Jetzt wirken auch Sie gelassen, am Spielfeldrand geht aber die Post ab. Was spielt sich bei Ihnen in diesen Momenten ab?

      Ich bin in einem Spiel-Modus. Weil ich mich total mit meiner Mannschaft
      identifiziere. Sie ist mir heilig, ich fühle mich ihr verantwortlich.
      Außerdem kann ich schlecht verlieren.

      Quelle: express.de